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Tagebuch: Road Trip nach Marokko mit dem Allrad T4 Bulli

Dies ist mein Tagebuch:

Um was geht es hier...

von Mitte Dezember 2018 bis Mitte Januar 2019 fuhr ich alleine in meinem kleinen VW Bus in den Süden Marokkos. Fast immer abseits der Autobahnen führte mich mein Weg durch das Frankreich, während der "Gelbe Westen Proteste", durch die ärmeren, landschaftlich sehr schönen Regionen Westspaniens. Marokko umrundete ich auf vielen Nebenstrecken. Die touristischen Highlights lies ich bis auf den Erc Shebby vollkommen aus.

Von unterwegs berichte ich authentisch von meinen persönlichen Eindrücken, ohne irgendetwas schön oder schlecht zu reden. Eben so, wie ich es in meiner Wahrnehmung erlebte. Das ganze ausgeschmückt mit hoffentlich schönen Bildern und ein paar Videos, welche ebenfalls fast ungeschnitten sind.

Ich wünsche viel Freude beim anschauen und lesen.

 

Inhalt und Struktur:

  • Zusammenfassung (ist in Arbeit)
  • Chronologisch Tagebucheinträge 11.12.18 bis 11.01.19 mit Bildern, Videos und meinen persönlichen Eindrücken. Ganz unten ist der Erste.
  • Info Box mit Kontaktadressen und Links (ist in Arbeit )

Zusammenfassung zum Ende des Roadtrips am 11.01.2019

 

Nach nun genau einem Monat bin ich zurück. Am 11.12.2018 ging es los. Hinter mir liegen 8.268 km. 

 

Die letzten 1.000 km bin ich auf der mautpflichtigen Autobahn durchgerutscht. Interessant war, das ich auf der Rhoneroute nur noch 2 Mautstellen bis Mühlhausen hatte. Knappe 100,-€ hat mich das gekostet.

Ich wollte allerdings auch die Kupplung schonen, daher keine langen Ausflüge mehr in die Berge.

 

Ich werde in den kommenden Tagen noch ein Video aufnehmen und ein Resümee dieses Abenteuers machen.

 

 


9.1.2019 - Es ist soweit. Dies ist der letzte Tagebucheintrag von Stausee "Panta de Boadella" bei gewaltigem Sturm, dem "Gran Montana". Der letzte Eintrag zu dieser Reise wird in einigen Tagen nochmals eine Zusammenfassung  sein.

  • Impressionen vom Stausee und seinem Zufluß
  • Bei Ines und Janine zu Besuch in beschaulichen 'Darnius'

Alle Jahre wieder sind die Pyrenäen im Winter die große Wettergrenze zwischen Mitteleuropa und der Iberischen Halbinsel. Die Temperaturunterschiede sind erheblich und dies bedeutet WIND, besser gesagt STURM.

 

Seit doch nun einigen Jahren komme ich meist im späten Herbst nach Darnius, um zu angeln, wandern oder mit Mountainbike zu fahren.

Den Sturm kenne ich daher schon. Er ist immer gewaltig und mit den starken Herbststürmen bei uns vergleichbar.

Die Böen kommen jedoch in extrem dichter Folge, also meist alle 30 Sekunden. Der Sturm selbst kommt von den Pyrenäen herunter gefallen. Der der Stausee mit seinen doch einigen Kilometern Länge, genau in Fallrichtung liegt, bäumen sich die Wellen enorm auf, Winhosen bilden sich und peitschen das Wasser in die Luft.

Es ist ein irres Schauspiel! Ich bin dann gerne draussen und lasse mir den Wind um die Ohren pfeifen, auch wenn es manchmal schwer ist, auf den Beinen zu bleiben.

 

Ich wohne während dieser Zeit immer bei Ines und Janine. Die beiden - Mutter und Tochter - haben drei private Zimmer. Es ist sehr familiär, daher bin ich hier auch nur mal kurz zum "Hallo" sagen vorbei gefahren. Meist bin ich  mehrere Wochen hier und genieße die Ruhe dieser mediterranen Natur.

 

Dieses mal geht es allerdings morgen schon auf der Autobahn zurück nach Deutschland. Am Freitag Mittag wird mich die schöne Pfalz wohl wieder haben.

Das war der 9.1.2019. Der voraussichtlich drittletzte Tag meiner Reise.

 

 


Der 7. und 8.1.2019 - Von Andalusien in die Pyrenäen mit einem Stop

  • Der 7.1.2019
  • Der 8.1.2019

So gaaaanz langsam muss ich an die Rückreise nach Deutschland denken, da ich für mich überraschend fest gestellt habe, das mein Seminar an dem ich teilnehme, bereits am kommenden Montag beginnt. Das hatte ich irgendwie falsch auf dem Schrim.

Auch möchte ich Kupplung vom T4 schonen, da diese ein bischen rubbelt. Daher fahre ich eine recht kurze Strecke - aber ohne Maut - nach Nord-Osten

Auf den gut ausgebauten Autovias komme ich flott voran. Immer schön mit den LKW mitfließen. Auf den Nationalstraßen geht es etwas langsamer.

Landschaftlich komme ich während der Fahrt leider nicht zum fotografieren. Das östliche, touristisch und industriell geprägte Spanien ist hier stark verbaut und hat nur regional einige Highlights.

 

Am 7.1. bin ich bis abends in die Dunkelheit gefahren. Als ich Müde wurde, schaute ich auf der App nach einem schönen wilden Standplatz, tippte an und fuhr hin. Wie immer ohne Plan, landete ich an einem der wohl schönsten Regionen der Mittelmeerküste des östlichen Espania. Dem Ebrodelta - der Reiskammer Europas. Auf über 20.000 Hektar wird hier Reis angebaut. Auf schmalen, holprigen Straßen ohne seitliche Begrenzungen, geht es Kilometerweit durch die bewässerten Felder.

Rundherum ist der Nationalparc "Delta de l´Ebre". Es ist einfach schön ! Dieser ist noch mal etwa 80 km² groß ( Quelle Wikipedia )

Flamingos habe ich leider nicht gesehen. Dazu muß man weit wandern, wurde mir gesagt. Etwa 15 km Fußweg muss man einplanen, um an die Salzfelder zu kommen.

 

Eine große künstliche Düne wird halbkreisförmig im Meer aufgeschüttet. Das Übernachten ist dort verboten. Es stehen überall Schilder. Daher bin ich wieder runter gefahren.

Die etwa zehn Wohnmobile an denen ich dort vorbei für, waren alles Deutsche. Ich ärgere mich ein bischen darüber. Denn es sind dann "die Deutschen" die sich nicht an die Regeln halten. Es gibt hier wirklich viele kostenfreie Stellplätze im Umkreis weniger Kilometer.  Offenbar hört der Umwelt- und Naturschutz für einige Deutsche auf, wenn Sie die heimische Grenze verlassen.

Am Morgen des 8.1..2019 wurde ich von ein paar vorbei fahrenden Autos geweckt.

Den tollen Sonnenaufgang durfte ich auf einem Parkplatz neben einer Beobachtungsstation aufnehmen, bei der ich (legal) übernachtete.

Einige Stunden war ich fotografieren und experimentieren. Die schwarzweiss Fotos sind experimente mit langer Belichtungszeit von 1/15 bis 8 Sekunden und einem 210 mm Teleobjektiv.

Es war so schön hier, das ich erst gegen 14 Uhr weiter fuhr.

 

Mein Ziel für heute Abend ist ein paar Bekannte in Darnius am Fuße der Pyrenäen zu besuchen. Dies ist ein Ort, wo ich schon seit etwa 10 Jahren immer wieder zum angeln hin fahre. Dieses mal nur zum "Hallo" sagen.

Ines und Janine - Mutter und Tochter - vermieten hier privat drei schöne, kleine Ferienwohnungen.Es ist ein schönes Refugium um sich für ein paar tage oder Wochen zurück zu ziehen.

 

Nun stehe ich hier über dem Stausee mit Blick auf diesen - ich brauche ja Internet. Am See direkt habe ich leider keines.

 

Erstmal die experimentellen s/w Fotos:

Das war der 7. und 8.1.2019

6.1.2018 - Von der Küste ins spanische Hochgebirge in der Sierra Nevada - Pico Mulhacén  3.478 m

 

Der heutige Tag begann wenig spektakulär auf der Autobahn. Die für eine Autobahn schöne Küstenstrecke führte mich via Malaga über zahlreiche Talbrücken und Tunnel, die alle in besten Zustand sind. Hier haben die Spanier wirklich technisch tolle Dinge gebaut. Ich bin immer wieder begeistert, was wir Menschen so alles können, wenn wir wollen. ( P.S. Und enttäuscht, über das was wir nicht machen, obwohl wir es könnten, aber es eben nicht wollen)

 

Bei herrlich sommerlichem Andalusien-Wetter geht es in die Sierra Nevada. Keine Wolken, daher entschloß ich mich spontan zum Pico Mulhacén hoch zu fahren. Das google maps Navi wollte mich gleich oben auf den Gipfel in 3.478 m schicken. 2 Std  3 min.  Mmmh dachte ich. Irgendetwas stimmt da nicht ;-)

 

Dieser Berggipfel stand schon lange auf meiner Liste, allerdings lag er bisher immer in Wolken, wenn ich mal hier war. Die hervorragend ausgebaute Zufahrtstraße beginnt auf etwa 900 mNN und geht bis auf cirka 2.400 mNN hoch. Mit dem Auto ist das echt kein Ding.

Oben sehr viele Besucher und keine Möglichkeit mit dem Camper zu übernachten. Meine Pläne morgen hoch zu laufen zerschlugen sich damit.

Zahlreiche Rennradfahrer radeln hier hoch und wieder runter. Ich fand die Auffahrt mit dem Auto eher unbefriedigend für mich. Ein solcher Berg hat Schweiß verdient und keine Abgase.

Mit dem Rad macht der Berg glaube ich nur Spaß, wenn man die zahlreichen Nebenstraßen hoch fährt, die für Nicht Anwohner gesperrt sind. Ich glaube den muss ich mal zu Fuß machen, mit dem Rucksack 2-3 Tage lang.

 

Also gings wieder runter ins Tal auf einen wirklich guten Campingplatz, denn ich brauche dringend eine Dusche. Wenn ich mich im Auto selbst riechen kann, wird Zeit.

Der erste hatte geschlossen, nun stehe ich an einer großen Talsperre nördlich des höchsten kontinentalen Berges Spaniens auf eine schönen Platz für 20,-€ / Nacht. Ein so schönes, sauberes europäisches Klo hatte ich nun lange nicht mehr. Daher nutze ich die Freude eine gute Viertelstunde lang. ;-)

 

Das Auto läuft soweit gut. Immer mal wieder macht es komische, pfeifende Geräusche, die dann wieder weg gehen.  Keine Ahnung was das ist. Außerdem vermute ich das meine Kupplung ist bald fällig. Das Wüsten-Sand-Ausgrab-Manöver war wohl doch zu viel und es ist ja noch die erste Kupplung mit nun 345.000km drin. Beim Rückfahrtsfahren ruppelt er enorm, 1. Gang ein bischen.  Na bis nach Hause wird sie noch halten.

Das war kurz und knapp der 6.1.2019

 


5.1.2019 - Ausreise aus Marokko und zurück nach Spanien

 

Der Küstenstreifen Nordmarokkoa ist in den Gebirgsregionen ein wirklich tolle Landschaft. Sobald es in die Großregion um die Küstenstadt Tanger geht, wird es schon sehr industriell. Smokverhangene Städte und mehrere brennende Mülldeponien, welche einen elenden Gestank verbreiten.

Ich entschloß mich mit der Fähre um 15 Uhr von 'Tanger med' aus zurück zu fahren.

Nach einem kurzen Abstecher in Tanger, immer noch auf der Suche nach einen neuen Luftfiler, kam ich um 12.20 Uhr im Hafen Tanger med an.

Vorweg: Trotz der freundlichen Unterstützung des Volkswagen Händlers in Tanger, habe ich leider immer noch keinen Filer bekommen. Nun denn...

Die Ausreise aus Marokko ist noch umfangreicher und als die Einreise. Insgesamt fünf Stationen gab es zu bewältigen. Und jede mit einer chaotischen Warteschlange aus Autos, ohne Regeln und Ordnung. Wer das größere Risiko fährt, kommt am schnellsten dran.

Das interessante daran: Es sind fast nur Europäer die hier ausreisen. Spanier, Franzosen, Italiener und ein paar wenige Deutsche. Auf spanischer Seite stehen die gleichen Fahrer alle brav sortiert in langen, ordentlichen Reihen und Schlangen, einer nach dem anderen.

Achtung! Vor der Ticketkontrolle sind wieder Schlepper/Händler unterwegs, die einem irgendwelche Ausweise unter die Nase halten und so tun, als seien sie Offizielle. Es ist manchmal wirklich schwer, diese von echten Offiziellen auseinander zu halten. Die wollen nur irgendetwas verkaufen.

 

Folgende  Stationen auf marokkanischer Seite, welche alle einige hundert Meter nacheinander liegen.

  • Fährticketkontrolle mit ggf Neudruck, wie bei mir. Ich hatte ein offenes Ticket, das erst auf diese Fähre  gebucht wurde.
  • Polizeikontrolle: Visa wird ausgestempelt und gelber Ausreise-Zettel gestempelt.
  • Zollkontrolle: Mit Hunden werden stichprobenartig Autos ausgeschnüffelt, teilweise ausgeräumt.
  • Zollkontrolle: Die Zoll- Ausfuhrdokumente für das Auto werden bearbeitet und gestempelt. Dies unbedingt aufheben, denn das ist der Nachweis, daß das Auto wieder nach Europa zurück gebracht wurde. Wird das KFZ nicht ausgeführt, muss es nach einigen Monaten, ich glaube sechs, in Marokko verzollt und versteuert werden. Und das ist richtig teuer. Mir wurde gesagt, mehrere tausend Euro.
  • Zollkontrolle: Mit einem riesigen Röntgengerät auf einem LKW (Alles Made in Germany) werden meist gleich 5 bis 10 Fahrzeuge gleichzeitig durchleuchtet.
  • Zollnachkontrolle: Wenn der Scan i.O. war, darf man gleich weiter fahren, ansonsten heisst es ausladen.

Ich hatte nirgendwo Probleme. Nach 2 Stunden 15 Minuten war ich durch. 15 Minuten vor der geplanten Abfahrt der Fähre. Diese fuhr allerdings erst um 15.30 Uhr ab.

Die Überfahrt per FRS dauert ca 1,5 Stunden, und in der Dämmerung kam ich dann in Spanien an.

Die Entladung der Fähre ging flott und reihten sich unter der Aufsicht spanischer Polizei alle Autos schon in langen Schlangen und Reihen auf dem Warteplatz ein. 4 von 5 Kontrollstellen waren geöffnet und es ging in etwa 30 Minuten alles von der Bühne. Es wurde bei den meisten nur der Paß kontrolliert. Einige wenige mussten ausladen.

 

In Summe hat die Ausreise bis ich in Spanien aus dem Hafengebiet raus war etwa 5,5 Stunden gedauert. Wenn man die Zeitverschiebung mit rechnet 6,5 Stunden.

 

Jetzt stehe ich in der Nähe von Algeciras auf einen kleinen freien Stellplatz mit Blick auf den Hafen und die Stadt.

Das war der 5.1.2019 in Südspanien

 

 

 


Nachtrag zum 3.1.19  und der 4.1.2019 - zwei 'wilde' Übernachtungen im Rif Gebirge.

  • Von der Wüste in die mediterranen Regionen
  • Sehr viele Polizeikontrollen und was das Besondere an Deutschen in Marokko ist
  • Ein landschaftlich phantastischer Stellplatz im Rif Gebirge
  • Eine Küstenstraßen mit vielen Höhen und Tiefen. ( ca 6.500 Hm hoch - ca 5.500 Hm runter )

 

Zwar bin ich heute nur knapp 200 km gefahren, bin aber so geschlaucht wie nach 800 km Autobahn. Und es fällt mir schwer mich an gester  zu erinnern.

 

Gestern, dem 3.1.2019, ging es langsam aus den Wüstengebieten hinüber in die klimatisch feuchteren Gebiete. In einigen Regionen wurde sehr intensive Landwirtschaft betrieben. Die Provinz Nador ist mir besonders aufgefallen.

Umfangreiche Bewässerungsanlagen, Sprinkleranlagen und satt grüne Felder säumten die Straßen.

Einen Gebirgszug davor endeten die ariden Regionen. Welche klimatische Grenze ein Gebirgszug doch hat.

Nun entwässern die Flüsse wieder zum mehr, vorher in Form von Wadis in die Stauseen oder einfach in die Wüstem bis das Wasser versickert.

Welche Macht diese kurzzeitigen Regenereignisse haben, konnte ich an den zerstörten Brückengeländern, an welchen teilweise noch Baumreste und Schwämmmaterial hing, sehen. Teilweise sind die Straßen abgesackt oder seitlich abgebrochen. Dann wird ein größerer Stein zur Warnung hin gelegt.

Gestern und heute gab es sehr viele Kontrollen. Bei den meisten wurde ich angehalten. Kontrolliert wurde nie etwas, meist nur kurz erzählt. Woher komme ich, wohin gehe ich? Bin ich alleine? Ein bischen Small Talk. Immer sehr freundlich. Einheimische werden deutlich intensiver kontrolliert. Vor manchen größeren Ortschaften kamen im Abstand von etwa 1 km vor dieser, gleich zwei Kontrollen.

Ich wurde immer wieder darauf hingewiesen mich nicht frei nachts zu stellen, sondern in die Städte zu gehen. Allerdings wurde mir auch gesagt, Marokko ist sicher, egal wo ich bin. Ein bischen ein Spagat den die Polizisten dort machen müssen.

Obwohl meine letzte Übernachtung weit ab einer Ortschaft war und zudem weit ab einer offiziellen Straße, dauerte es nicht lange bis zwei junge Leute -  um die 20 Jahre alt - bei mir eintrafen. Keine Händler. Zufall oder wurde ich gesehen - ich weis es nicht. Zwei Jungs auf einem Mofa. Nett, freundlich, gesprächig, neugierig. Mit Händen und Füßen, Smartphone & Google und Englisch und Französisch, blieben diese gut zwei Stunden bei mir. Wir erzählten, knabberten Süßzeugs und tauschten die Kontakte via facebook. Ruck Zuck war ein kurzes Video gedreht und gleich von den Beiden online gestellt.

 

Ich frage mich, was ist das Besondere an mir als Deutschen sein könnte

Vieles dreht sich um, wie man ein Deutsches Mädl heiraten, wie lange braucht es bis man die deutsche Staatsanghörigkeit hat, wie komme ich (legal) nach Deutschland.

Um mein Auto - obwohl es alt und schmutzig ist - drehen sich immer viele Fragen.

 

Manchmal fehlt mir die Zeit für meine Sachen zu erledigen. Denn neben dem autofahren komme ich fast jeden Abend in Gespräche, wenn ich irgendwo wild stehe. Manchmal ist mir das dann auch zu viel.

Auch kann ich die Situationen nie so richtig einschätzen, ob eine Gefahr von den Besuchern ausgehen könnte, oder nicht. Es ist eben eine andere Methalität, und diese richtig zu deuten, fällt mir schwer.

Was ist also so interessant daran, das alle zu mir hin kommen und sich unterhalten wollen?  Auch bei den Polizeikontrollen habe ich oft das Gefühl, es geht mehr um das Interesse an mir als Deutschen, als um die Kontrolle selbst. Ich bleibe an dieser Frage dran, kann im Moment aber nur spekulieren.

 

Ich glaube inzwischen - nach zahlreichen Gesprächen - das in Marokko ein falschen Bild über Deutschland herrscht, genauso wie in Deutschland ein falsches über Marokko. Selektiv gespeist von den Medien und dem Internet. Wir haben häufig negative Vorurteile und hier in Marokko herrscht vielleicht das Vorurteil des Paradieses in Deutschland.

 

Ein landschaftlich phantastischer Stellplatz im Rif Gebirge

Das ich bereits mit im legendären RIF Gebirge bin, sagten mir die beiden Jungs. Auch das dies ehemaligen spanischen gebiet ist und die Burg auch. Ich dachte mir das vom Baustil schon vorher, und lag damit richtig.

Das Rif Gebirge gilt als das größte Haschisch Anbaugebiet der Erde. Auch wenn vom auswärtigen Amt und in Reiseführern davor gewarnt wird, in dieses Gebiet zu fahren, so zeigen die Reiseberichte in Foren und von Einheimischen, das es nicht viel anders ist, als anderswo auch. Mit freien Stellplätzen muß man immer aufpassen.

Einheimische sagten mir das der Anbau selbst nicht strafbar sei, aber der Handel und der Konsum. Ob dies wahr ist, weis ich nicht. Auf privtem Gelände zu übernachten, sollte man niergendwo ungefragt machen.

 

Ich bin gestern und heute viele Nebenstrecken gefahren, und habe anders als gelesen, keine Angebote bekommen. Vielleicht war ich auch nicht in den entsprechenden Gebieten unterwegs.

Den tollen Stellplatz auf dem Bergkamm fand ich durch Zufall und Intuition. Da ich kein Datenvolumen mehr für das Smartphone hatte und das INWI Netz keine Abdeckung hatte, fuhr ich halt irgendwie eine Offroad Strecke am Bergkamm entlang.

 

Die gesamte "kleine" Nebenstrecke kann ich landschaftlich mehr als empfehlen. Sehr, sehr schön !

(von Driouch westlich raus auf der N2, dann runter  auf die P6021 Richtung Norden bis zur R610 , ca 70 km )

Durchschnittstempo 30km/h und sehr schlechte Straßenverhältnisse. Bodenwellen von 40 cm sind Standard und basketballgroße Schlaglöcher auch. Teilweise ist die Straße mehr als 1 Meter abgesackt. Dann werden zwei LKW voll  Erde hin gekippt - das gaaht scho...

Eine Küstenstraßen mit vielen Höhen und Tiefen. ( ca 6.500 Hm hoch - ca 5.500 Hm runter )

Das Navi zeigte mir für die Strecke heute ca 300 km an. Fahrzeit 6 Stunden. Okay, dachte ich. 

Ich merkte schnell warum. Es ging den ganzen Tag hoch und wieder runter. Und das meist mit 10% in engen Serpentinen. Mein meist benutzer Gang war der Dritte mit Tempo 35km/h. An der Küste später ging der der 4. mit Tempo 50. Mein fast noch neuer Turbolader bekam heute eine neue Farbe. Von Gußsilber auf blau, grün, braun. Der hatte gut zu arbeiten heute. Und der Luftfilter ist leider immer noch nicht ausgetauscht. Dadurch war bei etwa 2.300 Umdrehungen schluss. Da bekam der Motor nicht mehr genug Sauerstoff und fing an zu holpern.

Ich muss sagen, diese mir diese Art des fahrens macht mehr Spaß macht als auf dem Highway. Es ist allerdings auch anstrengender.

Bis zu meinem abendlichen, sehr schönen Stellplatz am Mittelmeer, bin ich heute in 9 1/2 Stunden etwa 200 km gefahren, mit ein paar kurzen Stops.

 

Das war der 3. und 4. Januar 2019

 

 

 


2.1.2019 - Auf der RN 15 nach Nordosten durch die Olivenplantagen inmitten der Wüste

  • Ein landschaftlich sehr schöner Tag in weiten, teilweise fruchtbaren Tälern
  • Der Staub und Sand ist überall
  • Was ich heute sonst noch so erlebte
  • Schöner Campsite "Benyakoub" bei Mahitija

 

Heute war ich früh wach, habe gut geschlafen und es ging zeitig los. Die noch stark befahrene N13 Richtung Norden verließ ich nach gut 30 Kilometern in Richtung NO. Auf dieser Strecke ist deutlich weniger los und das fahren macht wieder mehr Spaß. Ich kann die Landschaft genießen und muß nicht ununterbrochen auf die rasenden SUV's achten.

Auf den Nebenstrecken kann ich, wenn ich mal ein schönes Motiv zum fotografieren sehe, auch mal einfach in die Bremsen treten und rechts anhalten oder auf der Straße wenden.

Es waren so viele tolle Endrücke heute, das ich hätte viel mehr Bilder machen können.

Das weite, bestimmt 30km breite Tal, links und recht begleitet von den hoch aufragenden, teils mit Schnee bedeckten Gipfel des Atlasgebirges, ist sehr beindruckend. Wie winzig ich hier bin. Manchmal denke ich, so muß das Rheintal mal vor zig Millionen Jahren ausgesehen haben, während der ariden Klimaphasen.

Das Leben der Menschen hier kommt mir vor wie aus einer anderen Zeit, hunderte Jahre zuvor. Überall Esel, Ziegen und vereinzelt Ochsen. Lehmhäuser neben Steinhäusern.

 

Der Boden trocken und von den Hängen her immer wieder von ausgetrockneten Flußläufen durchzogen. Der Boden in diesen feucht, teils von Salz weis gezeichnet.

Die größeren Flüsse führen mal mehr mal weniger Wasser und sind mehrere Meter tief in das rote Sediment eingegraben. Ehemalige Brückenpfosten erzählen von der Gewalt des Wassers, wenn dies während der Schmelze oder der starken Regenzeiten hier hinab donnert. 

Immer wieder kommen Kilometer lange Olivenplantagen. Prachtvoll anzuschauen wie sie in Reih und Glied akkurat wachsen. Hunderte von Arbeitern in den Plantagen beim ernten, auf Fahrrädern am Straßenrand oder auf auf einen Sprinter-Bus wartend. Viele Leute winken mir zu.

An den Polizeikontrollen werde ich ebenfalls durchgewunken.

Hier ein paar Impressionen, die das mit meinem Auge nur selektiv wiedergeben können.

Der Staub und Sand ist inzwischen überall angekommen. In den USB Steckern der Kamera, im Auslöser, im Auto - überall. Anbei ein Foto wie der Tisch im Bus morgens aussieht. Ich habe über Nacht immer ein Klappfenster offen, das reicht vollkommen. Abends war der natürlich noch sauber.

Auf der Gebirgsstrecke durch den Atlas heute, fing der Motor an zu pfeifen und zu quietschen, bei höheren Drehzahlen über 2100.

Ich hielt irgendwo an, gleich war ein junger Ziegenhirte da und half mir lokalisieren. Offenbar war der Luftfilter komplett dicht und der Turbolader oder irgendetwas anderes pfiff.

Habe den Luftfilter ordentlich ausgeklopft, es war sehr, sehr  staubig.... Fast ein halber Sandkasten.

An der nächsten Tankstelle raus und ausblasen. Jetzt ist es wieder besser.

Was ich heute sonst noch so erlebte:

Die Landschaft ändert sich, und auch die politischen Regionen, wir würden sagen Bundesländer. Damit auch die Qualität der Straßen und einiges mehr.

Die Polizisten haben andere Uniformen, diese sind jetzt dunkelblau, und nicht mehr hellgrau.

Es fahren mehr VW Caddy durch die Gegend, und weniger Peugeot.

Mir ist auch aufgefallen, das manche Menschen 'klebriger' werden. Die Straßenverkäufer sind unangenehm hartnäckiger, auch heute wieder mehrfach. Die Ortschaften wirken sicherer, aufgeräumter. Vielleicht habe ich mich auch daran gewöhnt.

Es wird im Allgemeinen weniger französisch gesprochen, die Menschen die auf die Touristen spezialisiert haben, sprechen hingegen nun meist englisch.

Campsite "Benyakoub" bei Mahitija

Einen wilden Stellplatz zu finden ist echt schwer. Am frühen nachmittag, hätte ich ein paar schöne gehabt. Einige hundert Meter einen Flußlauf hoch. Aber das war mir zu früh.

Auf meinen beiden Apps war leider kein einziger eingezeichnet, wo schon jemand mal war.

Es ist alles so flach, da man Kilometerweit sehen kann. Also auf dem Präsentierteller, das vermeide ich. Irgendeinen Sichtschutz von der Straße möchte ich, sonst sind gleich die Straßenhändler wieder da.

Ich hatte überlegt an einer Olivenplantage zu fragen ob ich mich auf das Grundstück zwischen die Bäume stellen darf. Das hätte vielleicht klappen können. Und ann war ich schon an dem einzigen Campingplatz auf 200 km.

Da stehe ich nun. und ich muss sagen er ist fast luxeriös.

P.S. Es ist Winter, nur 27 Grad in der Sonne. Da geht niemand baden.

Das war der staubige 2.2.2019


01.01.2018 - Der erste Tag im Jahr beginnt im Sand steckend und endet in einem Canyon

  • Ab in den Sand und mit fremder Hilfe wieder raus
  • Richtung Norden auf der Touristenroute

Auf der Suche nach dem Treffen der Offroader suchte ich einen Weg, der direkt zu diesen führt. Links und rechts am Hotel vorbei führten Pisten mit sandigen Abschnitten. Und in einer kleinen Senke war daan Schluß für meinen Syncro.

Rein in den Sand ging es noch, aber rückwarts raus wollte er nicht mehr.  Das Problem - wie letztes Jahr im Schnee - er sitzt mit dem Bodenblech auf, hat keine Traktion mehr und die Räder drehen sich mehr. Echte Differenzialsperren habe ich ja keine.

Ich holte meine Schaufel raus und fing man an zu schaufeln. Nur 1/2 Minuten später kam der erste Toyota Landcruiser vorbei und hielt an, dann der Zweite, dann der Dritte. Es hielt JEDER an! 

Ich holte meinen Abschleppgurt raus und gemeinsam, in mehreren Versuchen und mit jedem mal Sand unterm Auto wegschaufeln, kam er langsam wieder raus. Ich habe viel gelernt über Technik usw.

Seit dem stinkt die Kupplung und das ganze Auto ohne Ende nach Abrieb und die Kupplungm rubbelt ein bischen im ersten Gang.

Gegenseitig helfen ist hier ganz normal, ein Dankeschön reicht meistens aus, die ärmeren Leute wollen schon ein paar Dihram als Dankeschön.

Das Offroader Neujahres Treffen löste isch leider schon auf, als ich dort ankam. Dennoch ich habe ich ein paar tolle Manschen kennen gelernt. Einen Rollstuhlfahrer der mit seiner Frau in einem VW Crafter lebt, Motorradfahrer und LKW Offroader die vorzeitig aus Mauretanien zurück kamen.

"Peters Bikershome" , der mich eingeladen hatte, war natürlich auch da.

Ich entschied mich auf der N13 Richtung Norden zu fahren. Schnell merkte ich das dies offenbar die touristische Einfallstrecke in Marokkos Süden ist. Autos ohne Ende, Geländewagen, Offorad und Expeditions LKW. Buse, Busse, Busse. Viele Polizeikontrollen gab es heute. Eine habe ich aus der Entfernung fotografiert.

Am Stausee bei ErRachidia  hatte ich einen tollen wilden Platz am See gefunden. Nach zehn Minuten war der erste Steinehändler da. Es war heute das erste mal das mich die Straßenhändler so nervten das ich dann weg fuhr.

Jetzt stehe ich wieder auf dem wohl einzigen Campsite in diesem landschaftlich wunderschönem Canyon.

Von absoluter Stille in der Nähe der stark befahrenen Straße ist leider nicht zu sprechen. Nun denn, so ist es eben. ;-).

 

Im Tal gibt eine umfangreiche Bewässerung welche übder den Stausee im Norden geregelt wird.

In den Palmen reichen Tälern wird im Schatten dieser Ackerbau betrieben.

Der Fluß hat je nach Abschnitt ordentlich Wasser und auch kleine Wasserfälle und Strömschnellen.

Eine Fruchtbare Oase inmitten der Steinwüste.

Hier die Strecken von gestern und heute.

 

Das was der 1. Januar 2019


31.12.2018 - Der letzte Tag dieses Jahres neigt sich dem Ende zu. Von Zagora zum Erg Chebbi (Düne)

  • Durch die endlose Steinwüste

Nach ein bischen Austausch mit den anderen Offroadern im Camp verabschiedete ich mich Richtung Osten.

Es war eine  spontane Entscheidung am Kreisel in Zagora, welche ich Richtung ich fahre. Sehr spontan!

Auf anfangs sehr guter Straße ging es in die sehr weiten Täler dieses sehr alten Gebirges. Die Straße wurde immer schlechter und bald war nur noch Tempo 40 bis 60 drin, da die Schlaglöcher und fehlenden Wegstücke immer mehr wurden.

Die Region ist touristisch deutlich stärker erschlossen, was ich an den vielen Tourisik Spintern erkannen konnte. Erg Chebbi ist halt DAS Highlight untr dem Dünen. Alles sehr viel gepfleger und auf europäischen Standard  angepasst. Die Toiletten wie bei uns blitzeblank, feine Tischdecken mit Gold, größe Gemälde an der Wand und Besteck für jeden der beiden Gänge. Und das auf einem Campsite.

Auf den Straßem ein SUV nach dem anderen. Toyota, Touran, Q5 nd Q7.... Uns die fahren wie die Henker...

Eine Polizeikontrolle hatte ich noch wo ich als einziger raus gewunken wurde. Der junge Polzist sprach gutes Deutsch

und wollte wohl ein bischen erzählen. Es wurde nichts  kontrolliert, nur erzählt. Er war einige Zeit in Deutschland und hatte dort unsere Sprache erlernt.

Dann hat ein Marokkaner die Hütchenabsperrung übersehen und ist da rein gerauscht - nun war schluss mit lustig. Ich "durfte" weiter fahren, schade, ich hatte ihn gerne gefragt ob ich ihn fotografieren darf. Hat nicht sollen sein.

 

Ich hatte gehört, das an der Düne Erg Chebby eine kleines Wüsten Offroad Treffen statt finden soll. Ich dachte, da könnte ich noch vorbei schauen.

Leider traf ich erst im dunkeln ein und konnte meinen Bekannten, den  Niederländer "Peter Bikershome", nicht erreichen. Ich entschloß mich, dann auf einen Campsite bei der Düne zu gehen.

Am nächsten Tag erfuhr ich, das diese von der Polizei aus dem für mich einsichtigen Bereich in einem für mich nicht einsichtigen Bereich umquartiert wurde. Außerdem wurde ein Beamter zur Bewachung abgestellt. Die Marokkaner sind um die Sicherheit der Touristen sehr besorgt. Außerdem gab es dan auch keinen Handyempfang mehr.

 

Peter lebt seit 15 Jahren in Marokko und ist mit einer Marokkanerin verheiratet. Er macht Wüsten-Berge-Aktionen für liegen gebliebene Biker und bietet auch 1 -2 BikerTouren im Jahr an, welche er mit seinen Toyota SUV's begleitet.

Erst gegen 22 Uhr erfuhr ich genau wo das Treffen statt findet. Ich werde mich dann morgen früh dort noch blicken lassen.

 

Das war der letzte Tag 2018

 

 

 


30.12.2018 - Zurück aus der Wüste nach Zagora ins Camp "Prends Ton Temps"

  • Letzte Eindrücke aus dem Zeltlager
  • In der Werkstatt bei Ali Nassir bezahlen
  • Waschtag im Campsite "Prends Ton Temps"

Zum heutigen Abschluß machten ein paar Dromedare bei uns am Lager einen Zwischenstop. Streng genommen der Führer dieser. Den Dromedaren werden in den Pausen je nach Temperament ein oder sogar beide Vorderläufe hoch gebunden. Selbst dreibeinig sind die noch so schnell, das es schwer ist Ihnen zu folgen, ohne selbst rennen zu müssen. Einem wurden beide Läufe gebunden, da es sonst trotzdem abhauen würde.

Ich hatte so die Möglichkeit ohne Risiko dicht an diese ran zu kommen und Fotos zu machen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Vogel und Katze (Die Katze hätte auch fast ein Frühstück gehabt) fuhr ich dann gegen 10 Uhr zurück nach Zagora.

Die zwei Katzen hier werden nicht zugefüttert, sondern müssen mit dem auskommen, was sie fangen und von den Touristen bekommen. Meistens die Fleisch- und Fettreste des Essens, Brot mit Honig - Kartoffeln mögen Sie nicht.

Den Vögeln stellen sie als Raubtier eh hinterher. Auch habe ich so eine Art Wüstenspringmaus gesehen. Verdammt schnell mit langen Hinterbeinen.

Ali hatte mir in seiner Werkstatt die Tour in die Wüste Zeit gegeben, um die Umbauten zu testen. Erst wenn ich zufrieden bin, sollte ich bezahlen. Ich hätte auch einfach weiter fahren können, denn er hatte von mir keinerlei Daten. Es ist eine Sache von Vertrauen und Ehre, das ich mich daran halte. 

Dies machte ich natürlich auch.

Was habe ich alles machen lassen:

  • Den T4 komplett 2cm höher legen lassen
  • Neuer, individuell gebauter Auspuff vorne bis hinten mit den alten Töpfen
  • Zwei Fettmanschetten der vorderen Kardangelenke erneuert
  • Eine etwas undichte Öldichtung am Motor ausgetauscht
  • Eine Ausgerissenes gewinde des Unterfahrschutzes per angeschweisster Mutter reparier

Es waren insgesamt 1,5  Tage Arbeit von zwei Leuten. Dafür habe ich  450,-€ für alles zusammen bezahlt. Da ich nicht genug Dirham hatte ( Faktor 10 = 4500,-DH ) und hier meistens keine Kartenzahlung möglich ist, habe ich hier in Euro bar gezahlt.

Zurück im Campsite "Prends Ton Temp" war dieses gut besucht von einigen deutschen Offroadern. Eine geschlossene Gruppe aus mehreren Fahrzeugen. Typisch deutsch ist die Offenheit gegenüber mir als Exterenen erst mal reserviert und ich wurde fast nicht gegrüßt, sofern ich nicht selbst den Schritt gegangen bin. Welcome back . . .  ;-)

Eines der Fahrzeuge, welchen wohl nicht dazu gehört - ein Toyota mit PickUp Wohnkoffer - hat wohl einen Rahmenschaden und fast vollkommen zerlegt bei Ali. Der Wohnkoffer steht  im Campsite auf seinen Stützen.

 

Da ich dringend eine warme Dusche benötige, Wäsche waschen sowie den Camper und die Kamera gründlich reinigen muss, habe ich mir ein Zimmer mit Dusche genommen.

Von außen ist das hier alles total schön und urig, liebevoll bis ins Detail gestaltet.

Auch das Zimmer ist einfach und rustikal eingerichtet. Mein eigenes Bad mit Dusche und Bidet wäre für deutsche Verhältnisse inakzeptabel. Für hier aber purer Luxus. Warmes Wasser in ausreichender Menge und Dauer, welches allerdings sehr sparsam durch die Leitung "tropft". Vergleichweise wie bei einer kleinen Kindergieskanne. Aber immerhin!! Eine echte Toilette zum hinsetzen und eine funktionierende Wasserspülung. Sonst ist es meistens mit Eimerspülung.

Das war der vorletzte   Tag in diesem Jahr , der 30.12.2018

 

 

 


29.12.2018 - In der sandigen Wüste angekommen am Erc (Düne ) Es ist alles sehr einfach hier. Das ist für mich auch okay so, denn wir sind her einige Kilometer weit weg von Wasser und einer Straße.

Um die Dünenregionen herum ist meistens Steinwüste. Die Wüste besteht aus vielen flachen, steinigen Bereichen, Bereichen mit etwas Bewuchs - meist in den Wadi's und Oasen - und eben den Dünenregionen.

Hier am nördlichen Rand der Sahara gibt es nicht viele Dünenregionen.

Diese sind jedoch alle touristisch sehr gut erschlossen und mit zahlreichen Camps und Zeltstätten umgeben.

Daher ist es hier weder absolut still noch absolut dunkel. Rundherum sind kleine Lichter der Zelte zu sehen und ab und an kommt ein Auto umhergefahren. Es ist Musik und Palaver zu hören.

Die Luft ist sehr klar. Kaum etwas hält Licht und Schall auf. Die Sonnenuntergänge lang und prachtvoll, wenn die Dünenflanken in kräftigem Orange leuchten.

Ende 29.12.2018

 

 

 


28.12.2018 - Ab in die Wüste nach Restarbeiten am Auto.

  • Restarbeit am T4  - ein 5mm Loch am Auspuff entwickelt sich...
  • Ankunft in der Wüste bei der Familie von Abdellah
  • Erste Sternenbilder

Die Restarbeiten waren für "mal eben schnell angesetzt". Dann lag er da, mein gesamter Auspuff und wurde neu gebaut.

Schweissen mit Sonnenbrille... wer kann der kann.

Ankunft in der Wüste bei der Familie von Abdellah

Ein Mitglied der großen Famile von Abdellah ist eben auch Ali und sein Bruder, welchen die Autowerkstatt gehört.

Die Familie von Abdellah lebt in der Wüste und hat dort ein Touri-Lager mit Zelten.

Ein Bsuch dieser Lager ist vergleichweise teuer und kostet zwischen 50,- bis 80,-€ je Nacht, je nach Anbieter. Vielleicht habe ich auch noch keine günstige Möglichkeit gefunden. Ich habe heute den Tip bekommen, bei airbnb  zu schauen.

Es ist alles sehr,sehr einfach und wenn die Dünen nicht wären, aus meiner Sicht das viele Geld nicht wert. Zum Vergleich kostet ein wirklich guter Campingplatz mit allem drum und dran meist cirke 7€ / Nacht und das Essen ebenfalls 5 bis 7€.

 

Ich trag mich lbereits im dunklen an der Tankstelle mit einen Verwandten von Abdellah und fuhr mit ihm kreuz und quer einige Kilometer auf einer Piste durch die Steinwüste.

Da es weder Schilder noch Wegweiser gibt, welche ich verstehe, war das auch gut so. Denn die Steinhaufen weis ich nicht zu deuten.

 

 Die Sanddünen sind beeindruckend und der Sternenhimmel auch. Hier ein paar Impressionen:

Morgen geht's weiter ... Das war der 28.12.2018

 

 

 


27.12.2018 - Am morgen geht es weiter Richtung Wüste

 

Ich war heute früh wach, schlief  gut. Habe mir aber eine Erkältung beim baden in dem kalten Stausee eingefangen.

Vorbei an den ersten Polizeikontrollen.

Die N9 welche ich in Richtung Süden fahre ist stark bebaut und alles voller Menschen, vor allem die Straße links und rechts. Die Leute laufen hier sehr große Entfernungen, Holz und alles Mögliche auf dem Kopf tragend.

 

In einer Ortschaft lief mir aus dem Nichts ein kleiner Junge vor das Auto. Der hatte mich beim Spielen komplett übersehen. Ich war langsam und konnte per Vollbremsung schliemmeres verhindert.

Mein Auto muss jetzt einmal neu aufgeräumt werden.

Der Junge wurde von anderen Autofahrern dann sozusagen 'ausgehupt'. Ich glaube er wird in Zukunft besser aufpassen.

 

Ich bin etwas angeschlagen mit Kopfschmerzen und lasse es langsam angehen heute. Knalle Sonne und etwa 28 Grad. Einfach schön!

 

Nun was mache in einem solchen Land, wenn ich keine Lust habe zu fahren und die Autoreparaturen billig sind. Genau! In eine Offroad Autowerkstatt fahren und eigentlich nicht nötige Dinge reparieren und ändern lassen.

Bei Ali Nassir in Zagora, dem besten weit und breit für Offroad. Hier tummelt sich die Offroad Welt, Schweizer, Franzosem, Holländer, Deutsche  uns.

Seit heute nachmittag bin ich nun Mitglied beim Forum "LeMaroc4x4" und habe eine Einladung zum Offroad Treffen 4x4 zur Neujahresfeier in der Wüste hier in der Nähe.

Hab mein Auto etwas höher legen lassen und ein paar Kardan-Manschetten wechseln lassen, die ein wenig ausliefen.

 

Heute abend bin ich bei "Prend Ton Temps", einen Camp im Ort Zagora,  etwa 1 km von der Werkstatt entfernt. Ich schlafe im Camper, hab aber einen sehr gemütlichen Sitzplatz im Zelt,kann duschen, essen und kuschelige Gesellschaft von den Hauskatzen.

Das war der 27.12.2018

 

 

 


26.12.2018  - Abschied von Quarzazata Richtung SaharaNach einer Nacht mit leider wenig schlaf in Hamdis Gästezimmer, erledigten wir am Vormittag unsere Vorhaben.

Ich wollte einkaufen und nochmals zur Werkstatt, Hamid einige Unterlagen zu Leuten und Behörden bringen bze. abholen.

Nach einen Frühstück mit Spiegelei, Brot, warmem Honig und Ölivenöl, brachen wir auf.

 

Wir essen hier alles mit den Fingern, wenn möglich mit der rechten Hand. Besteck wird keines verwendet.

Schon mal Spieleier mit den Fingern und Brot gegessen? Einfach mal ausproberen! Dazu geibt es warmen Honig und Olivenöl, in welches das gebrochene Brot getunkt wird.

Dazu frischen grünen Tee mit Zucker, der gute 10 Minuten zieht.

 

Zum Mittagessen gab es Linseneintopf und eine Art gemischten Eintopf mit Geflügelfleisch und frisch gepresstem Saft, danach immer Obst.

 

Gegen 14 Uhr wollte ich nach unter anderem getanen Einkäufen aufbrechen. Gegen 14.20 Uhr kam ich los. Hamdi und sein bester Freund und sein kleiner Neffe brachten mich noch zum Ortsausgang.

 

Auf der gut ausgebauten Straße Richtung Süden ist fast immer nur 60km/h erlaubt, manschmal 80.  Man könnte problemlos 100 fahren. Es wird aber viel kontrolliert, sowohl die Geschwindigkeit als auch STOP Zeichen an Abzweigungen.

Eigendlich kann man hier fast fahren wie man möchte. Ohne Gurte, ohne Helme, kreuz und Quer. ABER: Ohne Blinken geht nix, das ist ganz wichtig in dem Chaos. Und STOP Schilder werden von der Polizei oft kontrolliert.

 

Ich kam noch etwa 80 Kilometer, bevor es dunkel wurde. Ein Stellplatz war schwer zu finden. Ich fühle mich hier in der Gegend nicht besonders wohl und suche in dem weiten Tal einen Platz wo ich von der STraße aus nicht gesehen werden konnte. Das war sehr schwer.

Schließlich versteckte ich mich zwischen den Kieshügeln einen Kieslagerplatzes an einer Nebenstraße und machte mich unsichtbar. Also kaum Licht und alles verdunkelt.  

 

Leider gibt es wenige Bilder heute. Ich hatte eine Kameraeinstellung falsch, so das fast alle Bilder unscharf wurden.

Das war der 26.12.2018

 

 


25.12.2018 - Ein Tag der vollkommen anders lief als gedacht

  • Ölverlust am T4 nach Aufsetzer
  • Einladung bei Hamid

Heute morgen brach ich früh auf, mit erstmal in Ouarzazate einkaufen zu gehen und dann nach Süden an den Rand der Sahara zu fahren. Doch es kam ganz anders!

Beim wenden des T4 aam Stausee sank ich mit den Vorderrädern in den Ufermorast ein und setzte mit dem Unterbodenschutz auf. Rückwart raus war für den Allrad kein Problem.

Als ich in Quarzazare zum einkaufen ging und zurück kam, bemerkte ich einen großen Ölfleck unter meinem Auto.

"Das ist blöd, dachte ich. "

Nach dem ich kurz überlegte was ich mache, dachte ich, ich frage einfach Menschen hier.

Schnell waren drei Männer versammelt, einer rief seinen Mechaniker an. Dieser kam 20 Minuten später mt dem Mofa als Sozius angefahren.

Wir fuhren gemeinsam zu seiner Werkstatt etwa 5 km entfernt. Auto hoch. Diagnose...

Alles war voll Öl. Ganz schwer etwas zu finden. Der Unterbodenschutz war verbogen, schrammen an der Ölwanne.

Die muss einen Schlag bekommen haben und verrutscht sein, und somit undicht.

 Das war die erste Vermutung. Also vorne rechts alles abbauen. Um die Ölwanne auszubauen muss das Winkelgetríebe vom Allradantrieb raus. Und dafür die Antriebswelle des Vorderrades.

Dabei kam der echte Schaden nun raus. Die Öldichtung in der Antriebswelle war Getriebeseitig raus geplatzt und die Gummimanschette am Getriebe auf der Achse geplatzt.  Es war zwar Öl raus gegangen, es war aber nur etwa 0,5l von 2 Litern.

Es dauerte cirka 1 Stunde !!! bis die Ersatzteile für einen Volkswagen T4 Baujahr 2002 NEU aufgetrieben waren. Unglaublich !

Gegen 16 Uhr war die Reparatur fertig. Sie kostete 810 Dirham = 81 Euro. Ich muss sagen, das ich ein schlechtes Gewissen hatte, aber so ist das eben.

 

Vor einigen Tagen hatte ich Hamid kennen gelernt. Er ist Englischlehrer hier an der Highschool. Er rief mich zufällig an und kam mir zum übersetzen zur Hilfe.

Nun sitze ich bei ihm im Wohnzimmer... (Nach den Bildern geht es weiter )

Einladung bei Hamid

Nun sitze ich bei Hamid im Wohnzimmer und wir arbeiten beide am Computer. Nachher gibt es Abendessen und irgenwo darf ich auch übernachten.

 

25.12.2018


23.12.2018 -  Ein Tag am See der ruhig anfing und voller Überraschungen auf hörte.

  • Wartung des T4 und technische Defekte
  • Bergung eines Allrades aus dem Schlamm
  • Marokkanische Gastfreundschaft ohne Grenzen

Bei der täglichen Inspektion des VW hatte ich vorgestern morgen einen feuchten Fleck gesehen. Heute hab ich ihn mal wieder hoch genommen und alle Schrauben kontrolliert. In der Tat gab es durch die heftigen Rüttelstraßen zwei Defekt:

1. hatte sich eine Schlauchschelle einer Kühlwasserleitung  gelockert und es tropfte Wasser. Diese habe ich nachgezogen und die anderen auch gleich.

2. Hatte sich das Zuführkabel des Solarpanells zum Sicherungskasten aus dem Kabelschuh gelöst und die Batterien wurden nicht mehr per Panel tagsüber geladen. Ich hatte es gemerkt da ich morgens immer viel Strom verbrauche ( 220V Wasserkocher, Heuzung usw.) und sich der Akku bis mittags nicht erholt hatte.

Insgesamt ist der Motor sehr ölig unten. Ich vermute die Ölwannendichtung und ggf eine Dichtung des Einspritzpumpe. Diesel ist ja im Grunde auch nur Heizöl mit Zusatzstoffen. Sorgen mache ich mir da keine, habs aber immer unter Beobachtung.

Den ganzen Tag war einiges los hier am See. Viele einheimsiche genossen den Tag hier am Stausee. Für die Marokkaner scheinen die 25 Grad hier echt kalt zu sein, denn die sind alle dick angezogen mit Mützen und Jacken.

In etwa 100 m Entfernung wuschen ein paar Frauen den ganzen Tag Wäsche im See.

Dann fuhren sich gleich 2 PKW im Schlamm fest. Ein kleinerer PKW und der möchtegern Allrad der ihn nach vorne raus ziehen wollte, gleich noch mit dazu.

Ich schaute mir das ein paar Minuten an und sah dann das es nicht möglich war die mit gut 8 Mann da raus zu schieben.

Also packte ich meinen Spaten, Bergeseil und die Unterlegbleche und half kräftig mit. Der kleine war schnell befreit.

Den möchtegern 4x4, bei dem nur die Heckräder drehten, war wesentlich schwerer. Erst mit Unterlegblechen und 2 anderen PKW in Reihe zum ziehen + drei Mann zum schieben brachten die schwere Kiste aus dem Schlamm.

Die Gastfreundschaft der Marokkaner hier ist einfach toll. Noch vor der Bergung der Fahrzeuge kamen  ein Vater und seine junge Tochter - die englisch sprach - zu mir rüber und luden mich auf eine Tasse süßen Grünen Tee ein.

Kaum war diese leer, wurde sie wieder aufgefüllt und nachmittags als die geamte Famile aus drei Generationen bach Hause fuhr, wurde mir der gesamte gestliche Tee vermacht. 

Nach der Bergeaktion schenkte mir der Allradbesitzer einen kleinen, fangfrischen  Karpfen von einem der Fischer, die hier gerade angelegt hatten.

Eine halbe Stunde später kamen ein andere und bot mir Wasser an, allerdings brauchte ich gerade keines.

Mein verdrecktes Bergegerät wurde  gewaschen und die Gurte von den Jugendlichen zusammen gelegt, welche den Auftrag von deren Vätern bekommen haben.

Offenbar hatte sich meine Hilfe herumgesprochen. Ich höre immer mal wieder 'Allemange' bei den Gesprächen. Neugierige Frauen kamen an und größen freundlich und schauten.

1 Stunde später kam ein Mann mit einem Teller voll mit zubereiteten, noch warmen jungen Makrelen in Curry. Sehr lecker. Ich bekam den ganzen Teller geschenkt.

Meine beiden jungen französischen Nachbarn, die hier mehrere Wochen mit Ihrem Sprinter WOMO stehen, brachten mir noch ein Stück Kuchen und eine Clementine. 

Als die letzten Leute hier gegen 20 Uhr weg fuhren, wurde nochmals bei mir angehupt und sich lautstark bedankt.

Ich fühle mich wie Gott in Marokko.

Abends kam noch eine Gruppe Jugendlicher mit Ihren Müttern zum offenbar gezielten fotoshooting. Jeder und jede wollte ein Bild mit mir haben, und ich dann ein Gruppenbild mit denen. Nun ja, in aller Bescheidenheit -- a new star was born. ;-)

Das war einer der schönsten Tage bisher auf meiner Reise. Pures Leben! - 23.12.2018 - Gute Nacht!

 

 

 


22.12.2018 - Vom Frühstück mit einheimischen Berbern an den großen Stausee bei Quarzazate zum Fisch essen

  • Durch ein wildes Nebental des Atlas
  • Netzfischer am Stausee mit Abendessen

Trotz der Gastfreundschaft der Berger an der Funkstation im Hochbirge des Atlas, habe ich sehr schlecht geschlafen. Ich vermute es lag am Dieselgernerator der Station oder am Vollmond oder an beiden. Vielleicht war es auch die Höhe von 2.300 m üNN. Dafür das ich  morgens noch am Meer war, kann das schon belasten.

Am kommenden morgen ludt mich Mustapha zum Frühstück in Ihrer sehr einfachen Behausung ein, wo die drei jungen Männer dort oben leben. Es gab recht süßes, frisch gepresstes Ölivenöl - sie nennen es hier 'Honig - in welches einfach das Fladenbrot getunkt wird. Dazu gibt es süßen, heissen Grünen Tee aus kleinen  Gläsern.

Gegen 9.30 Uhr verabschiedete ich mich und ich wusste schon, das ich heute nicht viel Fahren werde, da ich mich etwas angeschlagen fühle. Vielleicht war es auch die Höhe von 2.300 m üNN. Dafür das ich  morgens noch am Meer war, kann das schon belasten.

Mustapha empfahl mir die Nebenstraße in einem Seitental zu fahren, welches einige Kiometer weiter abzweig. Gesagt, getan. Es fing abenteulich an, aber nach ein paar Kilometern war die Straße besser als alles was ich am Vortag gefahren bin. Zwar ímmer schön langsam, auch wegen der vielen Fotomotive.

Mein Tagesziel war schnell ausgeguckt. Wenn es einen Stausee gibt, dann muss ich da hin.

Direkt am Ufer ist es ideal. Um zu angeln benötigt meinen einen Gewässerschein, der etwa 16€ für das Jahr kostet. Es ist aber langwierig den zu bekommen und ohne Boot auf die Schwarzbarsche zu gehen, ist eh schwer.

Als ich bei gut 27 Grad in der Sonne lag, legten ein kleines Angler- bzw. Fischerboot an. Es kamen dann ein paar Leute um den gefangenen Fisch abzuholen. Da ich mithalf die Fische ans Ufer zu bringen durdte ich auch eine Foto mit machen.

Die Fische die nicht verkauft oder selbst gegessen werden, werden mit dünnen Seilen durch die Kiemen und Maul an Bojen - 5 l Wasserkanister - weiter draussen im See festgebunden, bis sich ein Käufer findet.

Zwei von den jüngeren Männern - ein Englischlehrer namens Hamid und der andere ein Hotelangestellter, fanden mich ganz interessant und wir erzählten auf englisch den ganzen Abend über Fische und angeln. Einer der beiden machte uns drei kleiner Fische, die er gekauft hatte, gleich hier auf einem spontanen, kleinen Lagerfeuer. Die beiden größten Karpfen und einen Schwarzbarsch nahm er mit für die Familie.

Ich steuerte Brot und Salz hinzu und so hatten wir unser Abendessen. Gegessen wird direkt vom Boden mit der rechten Hand in Sitzen oder der Hocke.

Zum Brot brechen darf man auch die Linke zur Hilfe nehmen. Die linke Hand gilt hier als die schmutzige Hand. Daran sollte man sich auch halten, wenn man mit Einheimischen isst, sonst erntet man böse Blicke. Ich spreche aus Erfahrung.

Besonders schön ist der Vollmond, der über dem Dorf aufgeht, und die Häuser welche von der anderen Seite noch von der untergehenden Sonne angestraht wird.

Das war der 22.12.2018 bei herrlichsten Wetter.

 

 

 

21.12.2018 - Weg vom grünen Küstenstreifen in das Atlas Gebirge

  • Die Landschaft verändert sich und das Leben auf dem Land scheint teilweise im Mittelalter stehen geblieben
  • Wie mich die aktuellen Gegebenheiten aufgrund des Todes der beiden Touristinnen hier im Atlas Gebirge einholt

Der atlantische Küstensteifen ist bis tief ins Landesinnere die fruchtbare, grüne Rgeion Marokkos.  Endlos flach, mit Landwirtschaft und Vieh und große, wachsende Städte. Ein gut ausgebautes Autobahnnetz sorgt für gute und schnelle Infrastruktur.

Noch vor Marrakesch lockte mich einer der großen Märkte der Landbevölkerung. Abseits der touristischen Strecken ist mir durchaus bewusst das dies nicht ganz ohne Risiko eines Taschendiebstahles in dem Gemenge ist. Aber ich konnte mir das nicht entgehen lassen.

Ich knotete mir die Kamera um rechte Handgelenk .Schlüssel und Smartphone in die linke Tasche und immer die Hand in der Tasche lassen. Ich hatte mir vorgenommen wenn dann nur per vollautomatisch zu fotografieren.

Leider hab ich mich gar nicht getraut. Das ist  so heftig zwischen Baracken und Zelten, voll mit Lebensmitteln, Plastikwaren, Autoteilen, Seilen, Holzwaren sich durch die extrem engen Pfade zu drücken. Überall rempelt man gegeneinander, alles riecht nach tausend gerüchen von Gewürzen bis Pferdedung. Der Boden ist lehmig, trocken, nass, Pfützen von Irgendetwas was gerade ausgelaufen ist. Nach kurzer Zeit wurde ich bereit von einem Einheimischen auf die Kamera hingewiesen, ich soll aufpassen. So habe ich es zumindest verstanden.

Die Blicke vieler waren immer wieder auf die Kamera, obwohl ich diese möglichst verdeckt in der rechten Hand

tief neben mir hielt. Es war schon ein wenig mulmig manchmal.

So mache ich leider gar keine Fotos, auch keine heimlichen. Das Risiko war mir einfach zu groß.

Vor dem Markt konnte ich ein paar Bilder aus dem Auto machen und auch zwei von den Eselkarren-Parkplätzen, mit denen viele Ihre Waren anliefern.

 

100 km ins Land hinein ändert sich dies  alles vollkommen. Karge, aber farbige und malerische Berge mit verwundnen und extrem schlechten Straßen, verändern das Bild.

Auf den Straßen südlich von Marrakesch die ins Atlas Gebirge hinein führen, geht es meist nicht schneller als 60km/h, häufig langsamer, vorran. Egal ob gerade eine Baustelle war oder nicht. Baustellen gab es genug. Das ist ja langfristig positiv.

Baustelle und Straße sind immer der gleiche Fahrweg. Man fährt halt zwischen Baggern und Arbeitern schlangenlinie und kommt irgendwie durch.

Die einheimischen, untermotorisrierten oder überladenen LKW fahren meist nicht schneller als 20km/h, an denen muss man dann auch noch vorbei. Die "Straße" ist katastrophal. Es ist in Worten kaum zu beschreiben. 

Ich habe zwar in der Baustelle ein paar Fotos gemacht, wurde aber von Bauarbeitern soofrt drauf hingewiesen "no Fotos". Also zeige ich auch kein mit diesen. Es ist hier wirklich wichtig zu fragen - vor allem wenn man die Leute wirklich erkennen kann - oder heimlich zu fotografieren.

Durch die Bauarbeiten werden Unmengen an uraltem Gebirge - Gestein bewegt, wodurch auch viele Mineralien zu Tage kommen. Dies haben sich viele Maroc's zu Nutze gemacht und bieten diese aus der Hand heraus den extrem langsam fahrenden Autos an. Ich als fast Geologe treffen die natürlich an einem wunden Punkt.

Wie mich die aktuellen Gegebenheiten aufgrund des Todes der beiden Touristinnen jier im Atlas Gebirge einholt

Es wirklich schwer einen Stellplatz für heute Nacht zu finden. Ich befürchtete schon auf einer der Baustellen-Plätze neben der Straße übernachten zu müssen. Kaum ein Weg geht in diesem alten, steilen Gebirge von der Straße ab, wo ich hätte suchen können. Dann kam einer - ich fuhr erst vorbei - dann wendete ich.

Es ging nochmals gut 400 Höhenmeter sehr steil auf einer Schotterpiste hinauf. Mein Allrad scharrte im 1.Gang und gab sein bestes.

Es ging zu einer Sendeanlage hinauf. Ein ummauertes in welchem ich aub gleich zwei Menschen sah. Ich wendete vor dem Tor und fuhr etwa 500 Meter zurück, um mich dort hinzustellen.

Etwa 10 Minten später kamen zwei Männer um die 30 Jahre alt zu mir und gaben mit auf französisch und arabisch und mit Google Übersetzer zu verstehn das ich hier nicht stehen bleiben soll, sondern zu Ihnen ans Gebäude kommen solle. Die Gründe waren mir nicht klar, er rief seinen Chef an, aber ich verstand am Telefon aber auch leider wenig.

Ich stellte m ich nun neben die Mauer des Geländes, leider nun etwas lauter, zwei Hunde bellen, ein Dieselgenerator läuft und meine Sicht ist durch zahlreiche Sendemasten  verändert.

Eine halbe Stunde später kam einer der beiden - Mustapha - ans meinen Camper. Draussen ist es kaltb und windig so knapp unter der Schneegrenze, und wir setzten uns gut eine Stunde zu mir in den warmen Bus. Erzähltn auf Französisch und mit Übersetzer.

Sein Chef hatte gesagt ich solle wegen der beiden getöteten skandinavischen Touristinnen am Gebäude schlafen. Die Täter seien zwar gefasst, er zeigte mir Videos und Artikel. Aber der Schock sitzt hier sehr tief und man hat Angst um seinen guten Ruf.

Sie wollen das ich mich sicher fühle.

Es ist gerade ein sehr großes Thema. Er zeigte mir Bilder und Videos von Kundgebungen und Trauer in Marrakesch mit Dänischen und Norwegischen Flaggen.  Ich muss sagen ich war beeindruckt.

Mustafa und ich saßen noch lange im Bus, bis zum Gebet wollte. Er ist 33 Jahre als und 2 Kinder und arbeitet nier bei dem Betreiber der Sendeanlage und ist auch Imker. Eine sehr schöne Begegnung!

Das war Freitag, der 21.12.2018 aus dem Atlas Gebirge in Marokko

 

 

 


20.12.2018 - Über die Stadt Rabat bis an den Atlantikstrand bei Azemmour

  • Besuch von Rabat aus technischen Gründen
  • Das Örtchen Azemmour

Die Stadt Rabat stand heite auf dem Plan, da an meiner Brille ein kleines Schräubchen am Gestell verloren gegangen ist. Um es professionell reparieren zu lassen, wurde mir geraten in eine Stadt zu fahren.

Rabat ist nicht so die riesige Stadt, aber dennoch auch nicht klein. Die Polizei kontrolliert jedes Fahrzeug per Sichtkontrolle, bevor es in die Stadt fährt. Teilweise stehen die Polzeihüttchen im Abstand von 100 Metern und sind  mit bunt gekleideten Beamten von Police und / oder Militär besetzt. Alle sehr perfekt gekleidet und schwer bewaffnet. Leider konnte ich keine Fotos machen.

In Rabat selbst fand ich schnell einen bewachten Parkplatz, bei dem wohl nur die Touristen ein paar Dahram zahlen müssen. Dafür kann ich mit sicherem Gefühl in die Stadt laufen.

An einer Bank habe ich noch Bargeld besorgt - die Wartezschlangenzettel sind hier handgeschrieben! - und in einem Straßengrill ein sehr leckeres Sandwich für 2€ gegessen. Pappsatt und alles frisch und knackig.

 

Entweder war ich zu einer ungünstigen Zeit gegen 14 Uhr in der Stadt oder die meisten Optiker haben dauerhaft geschlossen, denn erst der Fünfte hatte geöffnet.

An die überall üblichen Wartezeiten habe ich mich schon gewöhnt und saß ich doch einige Zeit entspannt im Geschäft, bis ich dran kam. Der Inhaber hatte einige Zeit zu suchen, bis er eine passende Schraube gefunden hatte. Zu meiner Freude hat er mir meine Brille kostenfrei repariert und mir noch ein Putztuch geschenkt.

Ich ging noch einige Straßenzüge durch die Nebenstraßen. Auch wenn diese teils sehr runter gekommen sind, so hatte ich immer ein sicheres Gefühl. Die Autowerkstaätten zerlegen die Kupplungen und Getriebe auf der Straße, egal ob von PKW oder LKW.

 

Der Markt ist bunt und voller emsiger Menschen. Es sieht fast alles frisch und lecker. Allerdings sollte man als Europäer keine ungekochten, gebratenen oder geschälten Lebensmittel essen, um dem Durchfall vorzubeugen. Also widerstand ich.

 

Die Geflügelhaltung ist nach unseren europäischen Maßstäben sicher nicht artgerecht. Aber das hier ist Afrika, und ich möchte neben schönen Bildern auch zeigen, wie es wirklich ist, hier inMarokko.

Der ÖPNV ist vorhanden, die Busse sehen ALLE so aus. Dieser ist noch in Mittelprächtigen Zustand. Bei einigen sind die Scheiben durch Folien erstezt, inkl der Frontscheibe. Die Busse sind gut besetzt. Was es kostet weis ich nicht.

 

Wie schon vor einigen Tagen geschrieben, schaue ich mir gerne die Friedhöfe an, als einen Spiegel der Gesellschaft.

Dies ist mein erster muslimischer Friedhof. Viele Menschen sitzen rum und erzählen dem treiben auf diesem riesigen Gelände zu. Rabat ist von der Größe her etwa 10 km im Durchmesser, und das Bild zeigt etwa die Hälfte der Größe des Friedhofes. Wahnsinn!! Einige Gräber haben aufschriften von 13hundert und 14hundert irgendwas. Und die Gräber sind teils noch gepflcgt.

Heute abend bin in der Nähe des Örtchens Azemmour südlich Casablanca gelandet. Aktuell habe ich keine Lust mehr auf Stadtbesichtigungen, obwohl auch Marrakesch nicht weit ist. Aber die Wohnmobilplätze sind weit außerhalb der Städte - 25 km - und man kommt nur mit dem Taxi rein und raus. Ich müsste also je Stadt 2 Nächte einplanen, denn beide Städte sind groß. Es zieht mich aktuell wieder raus auf Land.

Leider habe ich zu spät gelessen, das der im Netz eingezeichnete inoffizielle Stellplatz bei Azemmour im Jahr 2018 einige negative Kommentare hatte, was die Sicherheit angeht. Es ist ein 'wilder'  Platz noch am Ortsrand und es gab hier wohl handfeste Probleme mit Einheimischen.

Da ich auch nicht im dunklen fahren möchte, habe ich mich etwa 2 km nördlich des Dorfes in den Dünen versteckt, so das man mein Licht im Auto nicht sehen kann. "Aus den Augen aus dem Sinn", hoffe ich. Viele Menschen sollten nicht mit bekommen haben, das ich hier bin. Der Platz ist ein Offroad Platz, also ohne Allrad nicht zu empfehlen, sehr sandig zwischen den bewachsenen Sandünen. Aber dierkt am Meer.

Mehrere Fischer waren dabei in der Dämmerung mit Netzen kleine Fische zu fangen.

 

Das war der 20.12.2018 und ich hoffe auf eine problemlose Nacht.


19.12.2018 - Noch ein Tag auf dem "Flamingos Camping Entertainment" in Moulay Bousselham direkt an der Lagune

  • Die Lagune am Campingplatz und Bootstouren
  • Austattung des Campingplatzes
  • Mal wieder Internet Telefonkarte " Jawal 4G", diesmal nachladen

 

Die Lagune am Campingplatz und Bootstouren

Die Lagune hier ist schon etwas besonderes. Eine gewaltige Sanddune trennt diese fast vollsätndig vom Meer ab. Bei Flut hört man die Brandung des Atlantiks, wie diese nun das Wasser in die Lagune drückt. Bei Ebbe läuft dieser zu einem flachen See wieder leer. Die Fischer- und Touristenboote fahren in den Prielen, welche bis zu 5 Metern tief sind. Dazwischen sehr flache Sandbänke  mit Aalreusen, manschmal überflutete Bereiche und verlandete Dunen.

Unmengen an Wasservögeln sind hier unterwegs. Kormorane, Flamingos (welche ich leider nicht gesehen habe), Seidenreiher , Möven, Enten u.v.a.  Fische springen aus dem Wasser. Es muss hier wohl sehr viele Aale geben. Es stehen hier dutzende von Reusen, welche man an den Stöcken im Flachwasser erkennen kann. Am Strand verkaufe die Fischer in kleinen Kisten direkt am Ufer den Tagesfang. Leider mögen diese nicht fotografiert werden. Die Marokkaner hier sind kamerascheu, aber ich frage immer wieder nach.

TIPPS zum fotografieren:

Bei schönem blauen Himmel ist es leichter Flamingos zu finden. Außerdem ist der Kontrast zum fotografieren besser, als wenn alle grau in grau ist. Ein gutes Teleobjektiev ab 300 mm mit einer Blende unter 4 ist für Einzelaufnahmen von Vögeln sinnvoll. Ich hatte leider nur 210 mm zur Verfügung, wodurch ich Ausschnittsvergrößerungen des Bildes machen musste. Die Fluchtdistanzen sind doch noch ab über einhundert Metern.

Bootstouren:

Die Bootstouren starten direkt neben dem Campingplatz im Hafen. Die Preise sind sicherlich individuell. Wenn ein Boots voll ist wird es für den Einzelnen günstiger. Ich war der einzige auf meinem Boot, so wollte der Fischer 300 DH ( Daham) , rund 30,-€ für die 1,5 stündige Ausfahrt. Das ist hier viel Geld! Für mich okay und auch fair, daher bin ich da nicht geizig. Es  bekommt jemand der es braucht. Die Menschen hier sind sichtlich arm.

Austattung des Campingplatzes "Flamingos Camping Entertainment" in Moulay Bousselham direkt an der Lagune

Der Platz ist einfach und wie ich finde für das Geld gut. Ich zahle hier für den Camper und mich 70 DH, rund 7,-€, pro Nacht. Ich sehe hier keine Zelte, nur Wohnmobile. Es passen hier sicherlich einige hundert hin, wenn der voll ist. Aktuell ist nichts los. Es sind vielleicht 40 Fahrzeuge hier, fast alles deutschsprachiger Herkunft. Der Chef vom Platz spricht etwas deutsch, alles andere geht auf französisch. Google Translater kennt hier jeder. Die meisten WOMO's kuscheln sich mit Lagunenblick unter den Bäumen im vorderen Bereich des Platzes.

Der Platz hat WiFi, welches in der Qualität sehr schwankt. Das Schwimmbad ist eine Ruine, die Einzäunung ist lückenhaft, aber der finde ich passabel.

Es gibt sanitäre Einrichtungen, meist ohne Licht, Klopapier und Seife. Das muss man halt selbst mit bringen. Das wenige Wasser was aus der Dusche kommt ist heiß. Das ist schon mal gut. Alles andere kalt. Ich hasste kalt duschen, es sei denn es hat 40 Grad.

Die Klos sind sauber und es gibt verschiednen Arten von Steh- und Sitzeinrichtungen.

Es stehen überall Mülleimer rum und ich juss sagen der Platz ist weitgehend Müllfrei - es sind hier ja überwiegend Schweizer, Deutsche und Österreicher

Im vorderen Bereichen gibt es Strom an fast allen Plätzen. Man darf sich hin tsellen wo es einem grad gefällt.

Ich bin im hinteren Bereich des Paltzes für die autarken Fahrzeuge. Hier steht kaum jemand und es gibt auch keinen Stromanschluss.

Nach dem checkin - einfach einen Zettel ausfüllen - sucht man sich einen Platz. Gezahlt wird bei Abreise.

Auf dem Platz gibt es einige Tiere. Eine Schafsherde hält das Gras kurz, zahlreiche Hauskatzen halten den Platz Mäusefrei und die Hunde der Camper auf trab.  Hunde frei rum laufen zu lassen, davon würde ich abraten!

Außerdem gibt es ein Pferd, welches den Karren zieht, mit welchem der Platzwart den Service macht. Dementsprechend liegen von all den Tieren auch Hinterlassenschaften herum.

Ein kleines Restaurant mit 2-3 Mahlzeiten gibt es. Das Essen war für kleines Geld bie mir sehr gut.

Direkt vor dem Campingplatz links gibt es einen kleinen Kiosk wo man alles bekommt was man braucht. SIM Karten und Nachladen kann man hier auch. Ein bishchen Zeit einplanen, so etwa 30 Minuten bis 1 Stunde sollte man schon. Es geht hier alles sehr entspannt zu. Ein paar Worte französisch helfen hier sicherlich.

Auf dem Platz laufen die Frauen ohne Kopfbedekcung rm, auch viele Einheimische. Außerhalb ist es gemischt. Ich sehe einige Touristinnen die eine Kopfbedeckung tragen, andere nicht.

Auch jüngere einheimische  Frauen tragen lange Haare offen.

Mein Eindruck ist, das es sehr tolerant und nach eigener Einstellung gehandhabt wird.

Mal wieder Internet Telefonkarte " Jawal 4G", diesmal nachladen

Zuerst habe ich versucht mir über die App des Anbieters Maroc Telekom meine Pre Paid Konto online aufzuladen. Leider ging dies bei mir nicht, da meine Bezahlmethode über mein facebook Bazahlkonto nicht akzeptiert wurde. Es gibt noch die Möglichkeit den Code einer PrePaid Kaufkarte einzugeben.

Auf der Suche nach einer solchen, wurde ich zum Kiosk vor dem Campingplatz geschickt.

In den kleinen Kiosk gleich links vor dem Platz gibt es fast alles zum leben. Auch Telefonkarten.

Allerdings übernahm der Mann vom Kiosk das aufladen dann selbst. Dazu benötigte meine Telefonnummer - einfach  99 eingeben und anrufen drücken, dann wird die eigene Telefonnummer angezeigt - und sendete von seinem Handy den Aufladecode an mein Smartphone. Die Bestätigung dauerte ca 30 Minuten. Das kam die SMS mit allen Aufladedaten. Ich habe ein Monatspaket gebucht für 50 DH , ca 5 €

Hier ist der 19.12.2018 nun vorbei - es ist schon dunkel draussen. Bonne nuit!

 

 


 18.12.2018 - von Tanger med nach Flamingos Camping Entertainment Moulay BousselhamR406 ، مولاي بوسلهام

 

  • Zweite SIM Karte besorgen und Geld wechseln, Maut und Tanken
  • Die Stadt Tanger im vorbeifahren
  • Campingplatz in Moulay - das ich mal freiwllig auf einen Campingplatz gehe.

Die zweite SIM Karte besorge ich mir von einem andern Anbieter. Dies mache ich aus strategischen Gründen, damit ich eine höhere Wahrscheinlichkeit einer LTE Abdeckung habe. Und dieses Kalkül geht gleich heute abend am Campingplatz auf. Maroc hat kein LTE, INWI hat.

Ich kann mit beiden Geräten einen Hot Spot erzeugen und jeweils auf das andere Gerät zugreifen.

Noch am Übernachtungsplatz in Tanger Med  sind zahlreiche Kartenverkäfer unterwegs. Nun bekomme ich eine Karte von INWI. Gleich 25 GF für 4 Wochen für 20,-€. Er richtet mir das alles gleich ein, und damit schreibe ich gerade auch.

Geld kann man hier auch direkt am Automaten ziehen oder an den zahlreichen Wechselbüros in bar wechseln. Letzteres nutzte ich, tauschte 300€, da ich ja noch glaube, vieles mit Karte bezahlen zu können. Das sind etwa 3.200 Daham. Kein wirklich schlechter Kurs. Jedenfalls muss ich jetzt nicht mehr zwingend in die Stadt Tanger

 

Die Stadt Tanger im vorbeifahren

Ich war überrascht über die lebendige, gepflegte und moderne Stadt.  Der Verkehr ist caotisch und ohne erkennbare Regeln. Aber die gibt es natürlich. Aufmerksam sein, dynamisch und flexibel fahren, hupen statt blinken und für mich eher langsam und mit viiiiel Abstand fahren. 

Vor allem in den vielen Kreiseln muss man aufpassen innen oder außen zu fahren, je nachdem ob man gleich wieder abfahren will oder erst später runter.

Die Innenstadt habe ich nicht besichtigt. Das war mir dann heute doch zu viel, nachdem ich die vergangene Nacht kaum geschlafen habe.

Die Autobahnen sind zwar Mautpflichtig - wir reden hier von wenigen Euros - aber teilweise gut, teilweise katastrophal. Die LKW fahren hier etwas schneller als bei uns. Mit meinen Tacho 95 werde ich überholt. Mit 100km/h halte ich mit.

Bei 100 sind die teils üblen Bodenwellen auf der Autobahn so heftig, das die Stoßdämpfer durchschlagen.

Nicht gut!

Auch muss man immer sehr aufmerksam fahren. Es gibt genau so viele defekt wie gute PKW und LKW. Viele PKW & LKW fahren nur 40km/h auf dem Highway, andere bleiben einfach stehen.

Jetzt verstehe ich, warum nachts fahren hier wirklich gefährlich ist. Da übersieht man diese deutlich leichter. Vor allem ohne Licht.

Maut kann man nur bar zahlen, dort wo ich war. Karten werden nicht genommen. Ebenso beim tanken, alles in bar direkt beim Tankwart an der Säule. Okay, Ich habe hier bisher erst einmal getankt. 

Die Rastplätze die ich bisher gesehen habe waren super sauber und die Toiletten großzügig und wie geleckt. Ich hätt ja gerne ein Foto gemacht von den Marmor gefliesten Autobahnklos, aber da waren zu viele Menschen. 

Es gibt echt viele Menschen hier die handwerklich arbeiten. Überall wird gebaut, repariert, gebuddelt und gepflegt.

Die kleinen Dörfer abseits der Hauptstraßen sehen teils anders aus.


Campingplatz in Moulay - das ich mal freiwllig auf einen Campingplatz gehe.

Das kleine Örtchen Moulay direkt am Atlantik mit einem herrlichen Strand ist und war wohl ein Fischerdorf. Einige touristische Restaurant finden sich im Ort. Insgesamt macht dieser aber einen sehr heruntergekommenden Eindruck. Von den Bauten aus gesehen wurde hier mal Geld investiert, das muss aber schon einige Jahrzehnte her sein.

Ursprünglich wollte ich mich mit dem Camper irgendwo frei hin stellen. Die Zufahrtsmöglichkeiten in die Lagune und zum Strand sind beschränkt, und nachdem ich dann doch Bekanntschaft mit aufdringlichen Männern hatte, habe ich dabei ein ungutes Gefühl in ortschaftsnähe frei zu stehen. 

Daher entschloss ich mich auf den örtlichen Campingplatz zu gehen, der landschaftlich einen tollen Eindruck macht. Die sanitären Einrichtungen habe ich mir noch nicht angeschaut. Aber er lädt zu einer längeren Pause ein.   

Er kostet 70 Daham, rund 7,-€ für mich und den Camper je Nacht.

Der 18.12.2018 geht nun zu ende....

 

 

 

 


Nachtrag vom 17.12.2018 - Caparacena bis Tanger (Marokko)

Know How für Marokkoreisende

  • 1/2 Tag frei bei herrlichem Wetter
  • Maut auf der AP - Autopista in Spanien
  • Ticketkauf für die Fähre von Algeciras nach Tanger med / Marokko kosten und wo
  • Überfahrt mit FRS Ferry - Zollkontrolle und Paßstempel
  • Ankunft in Tanger - Zollpapiere, Wartezeit, SIM Karte und Wechselgeld

Der morgen überraschte mich genialem Wetter und mediterranem Feeling. So beschloß ich spontan den 1/2 Tag frei den ich gestern versäumte, heute nachzuholen. Harre waschen, den 7 Tage Bart auf einen 1 Tage Bart reduzieren, Wäsche waschen, lüften und trocknen.

In dem Park in dem dort übernachtete - dieser ist auch bei park4night und anderen Apps gelistet - ist gut besucht. Vor allem Einheimische sind mit Zelten, Booten, Lagerfeuer und Hunden dort unterwegs. 

Ich hatte bei dem schönen Wetter mal wieder Zeit für meine Gymnastik und Natural Bodyfitness. Das ist wenn ich so stundenlang sitze mir immer sehr wichtig, um beweglich zu bleiben und Rückenschmwerzen vorzubeugen.

 

Die ersten Eukalpyptus Bäume prägen die Region. Auch die Gesteine werde mediterraner. Die Temperaturen auch.

Maut auf der AP - Autopista in Spanien

Jetzt hab ich es am letzten Tag meiner Anreise doch noch geschafft spanische Maut zu bezahlen. Aber m uss sagen es ist okay. Es waren von kurz vor Malaga bis Aljeciera vielleicht 15,-€. Dafür gab es sicher ein Dutzend imposante Talbrücken und eine bunte Tunnel, vor allem bei der Umfahrung von Malaga.

Ticketkauf für die Fähre von Aljaciere nach Tanger med - kosten und wo

Die Ticketpfreise schwanken bei den Onlineanbietern sehr stark. Zwischen 89,-€ für die einfache fahrt bis zu 200,-€ habe ich alles gefunden. Offene, also zeitenunabhängige Tickets online zu bekommen, zeigte sich im Vorfeld bei mir schwer. Ich wusste ja nicht, wann ich in Algeciras ankomme.

An der Autobahn findet sich an fast jeder Tankstelle ein Ticketverkauf. Ich war mir unser und vermutete überteuerte Preise. Dachte mir jedoch - nachfragen! Erst der 4 Ticketverkauf hatte offen. Und Überraschung ! 200,-€ hin und zurück. 170,-€  für mich und 30,-€ für den Bus. Der nette Verkäufer wollte zwar nicht fotografiert werde, jedoch machte er mir alle Papiere fertig, die ich für mich und das Wohnmobil benötige.

Alle Tickets sind offen, das heisst ohne irgendeine Zeitenbindung. Nur die Linie war mit FRS vorgegeben.

Bezahlt habe ich in bar in Euro. Visa, andere KK und EC wären auch gegangen.

Überfahrt mit FRS Ferry - Paßkontrolle und Paßstempel

Die Fähre ist nicht mehr die jüngste, aber soweit in Ordnung. Es sind einige Bereiche gesperrt, da sie renoviert werden. Es waren nur wenige Passagiere an Bord, ich würde mal 75 schätzen. Nur im unterersten Deck waren beidseitig 2 der 4 Parklinien belegt.

Städnig wird auf zig sprchen durchgesprochen, das vor dem verlassen der Fähre die Passkontrolle an der Passstelle an Bord erfolgen muss. Die zwei Beamten die da saßen hatten alle Hände voll zu tun um in der kurzen Überfahrt von knapp 1 Stunde das alles abzuarbeiten. Es empfiehlt sich sofort nach dem an Bord gehen sich dort anzustellen, bis der Schalter öffnet.

Hier bekomme ich den Stempel in den Paß und der persönliche Weiße Einreisezettel wird gestempelt und einbehalten. Bei der Ausreise muß das dann mit dem Gelben machen.

Es gibt ein dürftigen Bistro an Bord, aber was will man für 1 Std auch erwarten.

Ankunft in Tanger - Zollpapiere, Wartezeit, SIM Karte und Wechselgeld

Direkt nach der Ausschiffung von der Fähre erfolgte eine kurze Paßkontrolle. 'Das wars?' fragte ich mich. Dann ging es hinter 2 anderen T3 und T4's quer durch das Hafengelände, sehr langsam. Noch drei Polizeikontrollem, Paß vorzeigen und weiter. Und dann kam sie, die Zollkontrolle. Der Gesamte fahrbare und nicht mehr fahrbare Inhalt von bestimmt 3 Fähren stand da auf einem rieseigen Pull an Autos. Eine Heerschaar von jungen Marokkanern stürzt sich auf die Touristen und leidtet diese geschickt etwas weiter nach vorne. Daüfr wollen diese 50 !!! € Euro haben. Gabs natürlich nicht von mir. WICHTIG! Alle Knöpfe runter. Ansonsten sind die Türen auf und es wird schwieriger die wieder loszu werden. Sie sind hartnäckig, aber weder unfreundlich noch aufdringlich. Auch hatte ich nie das Gefühl das etwas geklaut würde. Aber dazu später mehr.

Jetzt wo alle stehen - ich bin für 10 € nun bestimmt von ganz hinten ins Mittelfeld bugsiert worden - kommt die zweite Welle junger Marokkaner. Diesmal mit Telefonkarten. Die wissen schon was wir Touris benötigen. Schließlich kostet ein Roaminganruf nun 2 bis 4 € je Minute. Also besser Flugzeugmodus oder Sim Karte raus.

Die Karten werden zwischen 5 und 10 Euro verkauft. Es ist eine Simkarte einer der 3 Anbieter, welche mit einem Guthaben von bis zu 10 GB versehen ist, allerdings nur wenige Tage gültig. Aber die Simkarte ist schon mal da. Ich wusste der beste Anbieter ist Maroc Telekom. Den hatte aktuell aber keiner. Nun hatte ich meine ersten 5€ Lehrgeld schon bezahlt, bloß es war keine Nano Sim für mein Smartphone.

Der zweite Versuch lief nun besser. Geld gibts erst, wenn die Karte läuft un d nur Maroc T.

Der junge Mann gibt sich echt Mühe und hat es echt drauf. Anfangs war ich sehr misstrauisch. Aber ich muss sagen das legte sich. Er hate die Karte schneller in meinem Smartphone als sehen konnte, rief die Hotline an, Aktivierungscode eingetippt und ich hatte Internet. 4GB für 5 Tage beim Anbieter MAROC Telekom für 10€. Da ich nur noch einen 50,-€ Schein hatte, fragte ich ihn ob er wechseln kann. Er hatte nur 20 Euro und 100 Daham ( ca 10€ ) und drückte mir in die Hand - und verschwand. Nun hatte ich eine funktionerende SIM Karte, 30 Euro Wechselgeld von ihm, aber er noch nicht meinen Fünfziger.

Nach ein paar Minuten kam er wieder, gab mir noch einen 10€ und er bekam seinen 50er. Passt.

Nun, ich konnte ja auch nicht weg fahren. ( Fortsetzung folgt später )

 

Drei Stunden vergingen nun abwechslungsreich im Stau. Drängeln, hupen, Autos die nicht anspringen und einfach stehen bleiben. Kurzweilig! Hupwellen im LaOla Stil, einer fängt hinten an...

Zwischendrin wohl Zivilbeamte die sich mit vielen unterhalten. Ich habe keine Ahnung. was er mir so alles erzählte. Ich glaube die sondieren wen Sie beim Zoll dann 'auseinandernehmen'.

Dann war ich irgendwann vorne.

Als dan aus den 10 Schlangen nur noch 2 wurden, ging es etwas schneller. Ein Beamter läuft von Auto zu Auto und  kontrolliert den Paß, Fahrzeugschein und sammelt die Einfuhr-Zolldokumente für das Fahrzeug. Wenn er einen Stapel hat, läuft er zurück, stempelt alles durch und kommt dann wieder zurück. 1 -2- Fragen nach Waffen usw, und weiter gehts. 100 m weiter nächster Stopp zur Kontrolle. Nun werden vor allem rückreisende Marokkaner mit ihren überladenen Fahrzeugen rechts raus gezogen und umfangreich kontrolliert. Touristen habe ich keine gesehen.

Leider durfte ich hier vorne keine Fotos machen, darauf würde ich von den Zivilbeamten hingewiesen.

 

Nun war es schon 23 Uhr und ich sehr müde. Ich stellte ich mich zwischen die vielen Wohnmobile direkt hinter der Polizeikontrolle. Ein paar Schwätzchen mit anderen deutschsprachigen, vor allem Schweizern und ab in die Koje. Es ist laut, manche Marokkaner schrauben die ganze nacht an den liegen gebliebenen Autos und testen diese dann gleich.

 

Morgen früh geht es weiter. Da hohle ich mir nun noch eine zweite SIM Karte für mein WIFI Hotspot im T4.

 

TIP: Im Bereich des Hafens gibt es übrigens kostenfreies WLAN. Für den Start ist das ausreichend.

Eine SIM Karte habe ich nun.

Ende 17.12.2018 - Morgen früh gehts mit Geld tauschen und Sim Karte weiter.

 

 

 


16.12.108 - vom Stausee Valverde in die Olivenregion Sierre Nevada

  • 1/2 Tag frei und dann Dauerregen
  • Olivenregion
  • 2.400 km liegen hinter mir - Technisches zum VW T4 syncro

Der Sonntagmorgen find ja relativ gut an, zumindest trocken. Also beschloß ich 1 Tag frei zu machen um mich und meinen Camper zu pflegen.

Innen ein bischen sauber machen und die Dinge, die ich so brauche, ein bischen optimierter umsortieren. Nach nun ein paar Tagen ergibt sich doch das ein oder andere, was besser liegen könnte.

Alle Flüssigkeiten am Auto überprüft und auch mal alle wichtigen Schrauben, Schläuche usw.

Dann kamen die Windböen, uns dann der Regen. Die Wetter App ( toll das es langsames Internet gibt ), teilte mir mit es wird noch lange so bleiben.

Dann saß ich da wieder im Bus, Standheizung  an, und irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ich versuchte am Laptop einen Podcast aufzunehmen. Aber ohne schnelles Internet kann ich da auch nichts mal eben schnell recherchieren.

Also wieder ab auf die Autovia. Für 400 km.

 

Nach der sehr flachen und kargen Extramadura, welche vor allem durch Olivenbäume geprägt war, ging es in die bergige Sierre Nevada. Hier gibt es nur noch Olivenbäume. Und zwar so weit man sehen kann und dahinter auch noch. Die Ernte ist vollem gange. Alles voll Traktoren, Erntenetzen und Erntehelfern. Und Berge an Oliven.

Eine Regen- und Tankpause habe ich dann für ein Foto genutzt, bei welchem ich mal die andere Bergseite sehen konnte.

Wenigstens der Abend ist wieder trocken und ich kann draußen sitzen. :-)

Technisches zu meinem Camper

Vorweg zum Bus und Motor:

  • VW T4 Caravelle, langer Radstand mit nachträglichen Hochdacheinbau
  • Permanenter echter Allrad mit elektronischer Differenzialsperre
  • 2,5 l, 102 PS, 5 Zylinder Diesel mit Turbolader, AXL, BJ 2002
  • Verbrauch 8,5 bis 9,5  l/100 km hen Standheizung
  • 2,8 t
  • Aktuell 341.500 km (wenns gut läuft schafft der 500Tkm)

2.400 km liegen auf dieser Tour hinter mir, und ich kann ein erstes Fazit ziehen.

Vor der Tour habe ich neben dem Turbolader noch den LLM und den AGR neu gemacht, weil er sehr stark ruste. Außerdem alle Unterdruckschläuche getauscht, eine neue Batterie rein und die alte als Ersatz mit genommen.

Sowie die gesamte hintere Bremsanlage neu, nachdem die Feststellbemse fest war.

 

Beim letzten Ölwechseln am Tag vor der Tour war ersichtlich das er etwas Öl verliert. Vermutung ist auf Ölwannendichtung. Er ist ölig unten und auch 1 Tropfen hin da.

Nach nun 2.400 km hab ich bis dato keinen nennenswerten Ölverbrauch. Bisher nichts nachgefüllt und noch locker bei 50% zwischen den Markierungen. Auch habe ich keine Flecken unter dem Auto.

 

Er rust permanent etwas. Hat aber auch keinen Rußpartikelfilter. Ich diesen Bus n icht andres als das er rußt. Ich habe im Forum gelesen das hätte mir dem Bypass des AGR Ventils zu tun. Viele machen die zu. Da gibt es extra eine Platte dazu. 

Da er kaum Öl verbraucht ist die Verbnrennung wohl nicht optimal. Also die Simmerringe sind dicht. Zylinderkopfdichtung auch. Kein Öl im Wasser und kein Wasserverbrauch.

 

Wenn der Turbo einschaltet bei etwa 2100 Um kommt er etwas ruppig mit einer schwarzen Rußwolke hinten raus. Irgendein Regler regelt hier unsanft. Jemand eine Idee?  ( Kommentarfunktion ganz unten )

Vielleicht das Unterdruckventil das den Turbolader steuert? Oder die Unterdruckdose des AGR Ventils?

Freue mich über Ideen.

Das permanente Rußen kann von den alten Einspritzdüsen kommen, ich habe aber irgendwie das Gefühl es ist ein Luftversorgungsproblem. Aber LLM ist neu... Ansonsten zieht er gut für sein Gewicht und die wenige Leistung.

 

Beim Einkuppeln gibt es, wenn er kalt ist, manchmal ein kurzes quitschen (1/2 sek). Das macht er auch schon immer. Schaltet super und glatt alle 5 Gänge + R.  Das www sagt dies sei kein Kupplungsproblem sondern eher ein VW Problem bei zahlreichen Modellen. Hätte was mit der Führung zu tun. Na wer weis.

 

Durch den langen Radstand ist die Bodenfreiheit - trotz Syncro etwas höher - immer noch zu niedrig. Habe schon 2 mal aufgesetzt bei den teils heftigen Bodenwellen abseits der Straßen hier in Spanien.

 

Der Allrad ist Gold wert. Hab schon zwei bei dem Regen im Schlamm gesessen und wieder rausgewühlt. Mein alter LT55 mit Heckantrieb hätte da fest gesessen.

 

Soweit - demnächst gibt es mehr zur Austattung.

 

Ende Sonntag 16.12.2018 - Das erste mal das ich abends angenehm draussen sitzen kann

 

 


15.12.2018 - Von Baguena durch fantastische Landschaft bis an den Stausee bei Valverde de Júcar

  • Waschtag
  • Internetabdeckung
  • Das einfache Leben der freundlichen Aragonier
  • Die ständige Veränderung der Landschaft auf wenigen Kilometern

Heute habe ich spontan einen Waschtag eingelegt. Also für Klamotten. Ich habe eine 20 Liter Kanutonne dabei, in der ich neben der Schmutzwäsche auch etwas Wasser und Waschpulver durch die Gegend fahre. Durch das gerüttel im Auto trommelt diese sich sozusagen selbst.

Heute früh merkte ich das neben meinem Übernachtungsplatz ein Waschhalle ist. Es kommt Bachwasser rein, welches aber in die Kanalisation fliest. Ein Schild weist drauf hin.

Also dachte ich das habe ich noch nie gemacht, es wird Zeit. Und so wusch ich meine Wäsche.

Den Spuren nach wird diese Einrichtung noch regelmässig benutzt. Offenbar haben einige oder viele Spanier in diesen einfachen - für uns antiken und vielleicht ärmlichen - Region keine eigene Waschmaschine.

 

Die Internetabdeckung ist in diesen ländlichen Bereichen Spaniens ist sehr schlecht. Ich hatte nur in den kleineren Städten ein brauchbares LTE, meist nur 3G/HSPDA. Auch jetzt am See, ca 2 km von der nächsten Ortschaft entfernt, habe ich zwar LTE angezeigt, aber extrem langsam. Etwa wie 3G. 2 Bilder im Upload dauern gute 5 Minuten.

Das Leben der Menschen hier erscheint mir sehr einfach und nach unseren Maßstäben sehr arm. Was man bei uns als 'arm' bezeichnet, wäre hier Luxus. So nehme ich das wahr. Ich habe auf den letzten 260 km keinen größeren Supermarkt gesehen, auch nicht in den kleineren Städten. Vielleicht bin ich vorbei gefahren... wer weis.

Neben der oben gezeigten Waschhalle gibt es hier Waschmaschinen vor den kleineren Supermärkten für wenige Euros. Ich schließe daraus, das viele Menschen keine Maschine zu Hause haben.

Die Straßen sind, mal von den Hauptstraßen abgesehen, extrem schlecht. Bei uns wären es Offroad Pisten. Ich wüsste nicht, wo es bei uns solchen Straßen gibt. Und die Lebensumstände sind teilweise wie bei uns vor 60 Jahren.

Ich bin noch nicht in Afrika. Sondern in Europa, in Spanien.

 

Die Freundlichkeit der Menschen ist beeindruckend. Davon könnten wir uns etwas abschauen.

Auf den breiten Hauptstraßen kommen teilweise minutenlang keine Autos. Wenn ich dann auf freier Strecke anhalte um Fotos zu machen, halten regelmässig Fahrer an um zu schauen ob alles in Ordnung ist.

Der Tankwart tankt einem noch das Auto voll, an der Kasse vom Supermarkt ist sich die Kassiererin unsicher ob mein Käse noch gut ist. Dann wird der erst mal fachkundig an die Frauen in der Schlange weiter gereicht und jede schnuppert dran, bis alle sicher sind, das er ist noch gut. Herrlich, oder ? Ich meine, ich kann kein Spanisch. Aber es geht. Ich freue mich über solche Szenen.

Wenn ich ein Ersatzteil am Samstag nachmittag für das Auto brauche weis der erste gleich wo und wie. Auf spanisch wird mir ausgiebig der Weg erklärt und ich verstehe kein Wort und sage nur "Muchos Gracias".

Tolle, hilfsbereite und freundliche Menschen!

Wie sehr sich Landschaft auf diesem uralten Kontinentalteil auf wenigen Kilometern verändern kann, ist mir noch nirgendwo so bewusst geworden. Ursächlich ist die Veränderung der Gesteine, welche schlagartig von festem, verfestigten Sedimenten (Schiefer) zu weichen Löß-Sedimenten wechselt und dann wieder zu Kalkformationen mit Höhlen. Ich habe versucht das mit 360 Grad Bilder ein wenig einzufangen, wie sehr sich auch die Pflanzenwelt dadurch verändert. Zwischen den Fotos liegen vielleicht 100 km. Zum vergrößern drauf klicken.

  • Oberes Panorama: Lockere Sedimente, bunt, tiefe  schmale Täler, loser Boden, Büsche, wenig Bäume.
  • Unteres Panorama und darunter li : Schiefer und viele Bäume
  • 3.  Zeile re: extrem trocken, alles bewässert, kaum Pflanzen, rollende Wüstenbüsche überall, viele Schweinemasten

Nachdem mein defekter ABS Sensor ausgetaucht war (siehe Facebook Posts), fuhr ich noch gute 80 km zu einem Playa (Strand) an einem Stausee in der Nähe von Valverde de Júcar. Da es schon dunkel war nahm ich wieder die Navigation der App park4night zur Hilfe. Nach 2 km durch Olivenbaumhaine stehe ich nun wieder am Ufer eines schönen Sees. Wunderbar. Wenns mir gefällt, mach ich nen Tag Pause. Leider ist das Internet extrem langsam.

Ende 15.12.2018 - Direkt vom Playa des Stausees

 

 


14.12.108   Von Les nach Baguena (Spanien ) mit einem Abstecher in die 'Hautes pyrénées'

  • Hautes Pyrénées und die Tour de France
  • Meine Faszination für Friedhöfe
  • Nordspanien - Aragonien
  • Abenteuerfahrt zur nächsten Übernachtung in Báguena (ES)

Nachdem heute früh der Regen zeitig aufgehörte und die Sonne an kleinen Stellen durch die Wolken schien, entschloss ich mich einen kurzen Abstecher durch die hohen Pyrenäen zu unternehmen. Ob lockten weiße Bergspitzen; Und wenn ich schon nen Allrad mit Wintereifen habe, dann will den natürlich auch nutzen. Für die knapp 100 km in steilen Serpentinen brauchte - mit fotografieren - knapp 5 Stunden. 3 Pässe galt es zu überqueren. Bald wurde mir klar wer dies auch fahren musste. Die Radler der Tour de France 2018. Meinen Respekt!

14.12.2018 - Ich besuche auf meinen Reisen schon immer sehr gerne, und sehr respektvoll die Friedhöfe der Menschen, bzw. der Verstorbenen die dort leben und lebten. Ich finde Sie sind ein Spiegelbild der Kultur, ein Symbol wie wertschätzend (oder auch nicht) die Menschen dort mit Ihren Vorfahren umgehen. Es zeigt auch beim Einzelnen die Verhältnisse aus denen die Verstorbenen stammten. Die Gegensätze zwischen z.B. dem alten Ägypten im Tal der Könige oder der Pyramiden, oder der Skandinavier, wo meist nur eine schlichte Wiese mit einem kleinen Stein ist.

Hier in Südfrankreich und Nordspanien sind die Gräber oft sehr alt. Die ältesten die ich heute gesehen habe waren um 1870. Und sie werden noch gepfelgt. Sie sind meist aus Stein mit wenig Gras und meist recht schlicht. Auch die neueren Gräber sind  meist aus Stein. Nur ein kleines von 1969 war mit Wiese umgeben. 

P.S. Ich möchte bemerken, das ich auf Friedhöfen immer sehr respektvoll bin und nicht fotografiere, wenn jemand anderes dort ist. Auch nehme ich mir immer Zeit die Gräber anzuschauen und auch zu lesen, was darauf steht. Manchmal gibt es witzige Sprüche auf den Steinen, manchmal dramatisches. Manchmal sind auch sehr alte Fotos mit in den Stein eingelassen.

14.12.2018 Aragonien: Bei der Fahrt von den hohen Pyrenäen bis etwa 300 km weiter südlich ist landschaftlich sehr abswechslungsreich. Direkt am Fusse der Pyrenäen ist es nach meinem emfinden sehr mediterran. Steineichen und diese komischen kleinen Kletten, die dann an jeden Schnürsenkel hängen bleiben. Wie heissen die Dinger eigendlich? Weis das jemand? Alles dornig und das Wasser ist noch glasklar. Eine Menge Stauseen um das Inland mit Wasser zu versorgen.

Ein paar Kilometer südlicher wird es semiarid, teils fast wüstenartig. Staubiger und weniger Bewuchs. Dennoch gibt es flächendeckend Landwirtschaft und Schweinezucht.

14.12.2018 - Das kleine Abenteuer bis zur Übernachtung

Nun stehe ich hier im kleinen Örtchen Báguena.

Der Ort ist wirklich klein, aber ich bin 3 mal rum gefahren bis ich ein Netz hatte. Wenn ich meine LTE-Box hoch lege, habe ich LTE - manchmal - je nach Wind. Sonst nur 3G.

Der Weg hier hin war mühselig. Da die Straße hierhin renoviert wird, wurd einfach eine Schneise durch den Wald geschrabbt. Da machen sich meine schwedischen Zusatzscheinwerfer endlich mal bezahlt.

Ende 14.12.2018 - Gute Nacht!


13.12.2018  - Vom
Lac de Vassiviere nach Les

Bei strömendem Regen seit heute vormittag, ging es heute zum Kilometerschrubben auf die Autobahn. Zum Glück konnte ich vorher bei blauem Himmel noch ein paar schöne Fotos machen. Jetzt stehe ich kurz hinter der französischen Grenze im Örtchen 'Les', auf spanischer Seite. Kübel an Wasser kommen von Himmel und alles ist Wolken verhangen und düster. Deshalb stehe ich jetzt acuh mitten in dem Ort auf einen Picnick Platz. Bemerkenswert: Der Liter Diesel ist hier 30 Cent günstiger als in la France. 1,18€/l . Also erst mal voll getankt.

Obwohl einige schöne romanische Kirchen unterwegs gab, habe ich mich nicht aus dem Auto getraut. Zu naß! Landschaftlich und auch vom Baustil her hat sich auf den letzten 400 km alles 2 x geändert. Vom dunklen Gestein des alten Gebirges heute früh, aus dem viele Häuser gebaucht wurden, ging es in das helle Kalkgestein. Nun in den Pyrenäen ist wieder deutlich dunkler geworden. Die Gassen der Ortschaften sind eng und verwunden. Und die Grabsteine in den Friedhöfe sind auch schon ganz aus großen Steinplatten gefertigt. Grün habe ich dort keines mehr gesehen.  Der Südfranzösische und spanischen Stile sind so verschieden von dem unseren und ich finde es immer wieder schön dies zu sehen.

 

Auch die Proteste der "gelben Westen" sind hier an der Grenze zu Spanien wieder deutlich mehr. Die letzte Mautzahlstation war besetzt. Ich vermute von den Angestellten. Alle Schranken waren offen und man musste nur das Ticket abgeben und durfte dann kostenfrei weiter fahren. Brennende Ölfässer und Paletten sorgen für Wärme bei dem Demonstranten. Die Polizei hatte die Anfahrt gesichert, das kein Unfall passiert. Auch heute habe ich kein Engreifen der Polizei bei irgendeiner Demo gesehen.

Hut ab vor den Franzosen die bei dem Sauwetter da ausharren. Es ist bei dem Demonstranten ein ständiges kommen und gehen. Ich hatte das gut 20 Minuten beobachtet, da mich ein LKW  geparkt hatte, der seine 1/4 stündchen Pause machen müsste. Ich hatte kurz mit ihm geredet, so viel Zeit kann ich mir auch nehmen. So musste / durfte ich dann auch Pause machen.

 

Wenn ich mir vorstelle das wir bei uns zu Hause auf den Kreisel eine Holzbarracke bauen, Paletten daneben anzünden und dort tagelang, Tag und Nacht demonstrieren. Ich glaube da würden wir keine Stunde stehen bis alles von der Polizei geräumt würde. Weils verboten ist. Und wir würden dann auch alle brav huschen, denn keiner würde Ordnungsgelder zahlen wollen usw. usw.

Nochmals "Chapeu" - nicht nur wegen den Demonstranten, auch für die Polzei und den Staat, der diese Streitkultur zulässt!


12.12.2018

Ich habe mich entschlossen heute keine Autobahn zu fahren; Habe ja Zeit. Es geht auf den landschaftlich schönen Rue Nations's und zahlreichen Departement Straßen Richtung Frankreich Mitte. Vorher ein ausgiebiges aufwachen, einen Tee und ein paar Waffeln. Und fotografieren natürlich. Alles ist alles herrlich weis gefroren.

 

Heute erwarten mich an den Kreiseln vieler Ortschaften die 'Gelbe Westen' Proteste. Aus den heimischen Medien mit zahlreichen Gewaltbildern vorgewarnt werde ich gleich am ersten Kreisel angehalten. Aber dann: Keine Gewalt! Sondern Weihnachtsplätzchen und Flugblätter. Fröhliche Menschen die friedlich für Ihr Land einstehen.

Sicher gibt es auch gewaltsame Auseinandersetzungen. Aber diese sehr einseitige und unvollständige Berichterstattung unserer Medien halte ich persönlich für falsch.

Ich habe heute zahlreiche Kreisel-Proteste gesehen und keinen Polizisten!! Ein Streifenwagen stand herum. Ohne Inssassen.

Etwa 400 km fuhr ich und übernachte nun am 'Lac de Vassiviere' im 'Parc Naturel de Millevaches en Limousin' im Herzen Frankreichs. Ich stehe an einen wilden Stellplatz für cirla 10 Camper - bin aber alleine. Bin ein Stück in den sehr wasserarmen See gefahren. Die Straßen hierher sind alle sehr schmal, ohne weisse Streifen und in absoluter Finsternis schwer zu fahren. Eine enge Kurve nach der nächsten. Da geht max Tempo 50.

 

Morgen gehts weiter Richtung Pyrenäen.


11.12.2018

Es geht endlich los! Bei Fahrzeugkilometerstand 339089 km fahre ich vor dem Versicherungsgebäude in Karlsruhe los, nachdem ich mir die grüne Karte für Marokko nun persönlich abgeholt habe. Die ersten 400 km sind unspektakuär auf der Autobahn in Deutschland und Frankreich.

Meine erste schöne Übernachtung mache im Fluß Doubs an einem Grillplatz bei Dampierre- Es ist eine frostig kalte Nacht. Alles ist weis gefroren.


10.12.2018 - Vor dem Start

Heute Ölwechsel bei der Ölwechselstation durchgeführt. Leider wurde eine Undichtigkeit an der Ölwannendichtung festgestellt. Meiner Meinung nach aber alles noch im Rahmen. Ist halt ein altes Auto. Der schwitzt halt nen bissl... :-) . Er läuft jetzt super schön und macht mir einen guten Eindruck für den Start. 

 

Leider ist die grüne Versicherungskarte immer noch nicht da. Wenn ich Timbuktu leben würde, hätte ich ja für diese Unzuverlässigkeit Verständnis. Aber dem ist nicht nicht so. Trotz mehrfachen anrufens, nachhakens . . . es kann doch nicht so schwer sein.  Ohne Versicherungskarte für Marokko kann ich nicht los - können natürlich schon - aber nicht nach Marokko rein.  

 

Auf das Tablet habe ich mir OSM Offlinekarten gespeichert und einen ganz klassisches Papier Straßenkarten Satz habe ich auch dabei. WiFi mäßig habe ich geplant mir einen Daten- Sim-Karte zu besorgen und im Bus in kleinen eigenen HotSpot aufzubauen, in den ich mich mit allen Geräten einwählen kann. Dann muss ich nicht für jedes Gerät eine eigene Sim Karte holen. 

 

Neue Reifen werde ich jetzt nicht mehr aufziehen. Werde mit meinen Winterreifen fahren die drauf sind. Die haben noch 50% Profil  und so sehr ins Gelände will ich ja auch nicht alleine fahren. Da denke ich sollte man zu Zweit sein im Cockpit und auch mit 2 Fahrzeugen auf die Wüstenpisten gehen. 

 

Ich bleibe mal bei meinem Plan morgigen Dienstag los zu kommen. Mal sehen...

 

 


So., 9.12.2018

Heute hab ich den Bulli weiter beladen und vorbereitet. Die Wassergefäße aufgestockt und gereinigt. Diesel-Reserve nehme ich 2 x 20 ltr mit, also gut 450 km, 1 Reserverad und 1 Schlauch. 

Morgen geht's noch zum Ölwechsel und ein bisschen Bürokratie erledigen.  


Sa., 08.12.2018

Die Vorbereitungen laufen nicht ganz wie ich es mir vorstelle. Leider ist mein Bulli T4 nach 1 Woche Werkstatt immer noch nicht wirklich repariert. Ich habe die hintere Bremsanlage komplett neu machen lassen. Heute Nacht habe ich nach Absprache das Fahrzeug von der Werkstatt geholt, als diese schon geschlossen war. Leider ist das Handbremsseil noch ausgehängt. Ich habe es nun versucht selbst wieder einzuhängen. Das Gewinde ist leider so vermodert, das es nicht mehr läuft. Also auch Werkstatt, bestellen, einbauen. Bestimmt wieder zwei Tage ohne Auto. Außerdem ist die grüne Versicherungskarte mit der Erweiterung für Marokko noch nicht angekommen, obwohl ich diese vor 2 Wochen bestellt. Die Versicherung sagte am Freitag, sie hätten diese noch nicht versenden, würden es aber jetzt tun. Grrrrrrr

 

Meine ursprüngliche Planung war am Montag nach Frankfurt zu fahren und mir A/T Reifen aufziehen zu lassen. Mal sehen ob das klappt. Ich glaube eher nicht, da der T4 ja wieder in die Werkstatt muss. Der Start verschiebt sich vermutlich deutlich nach hinten, was mich persönlich schon etwas ärgert. ICH WILL ENDLICH WEG !.... :-) Heute werde ich weiter beladen und sortieren. Bei strömendem Regen.


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