1. Etappe 7 CONTINENTS Berlin - Dresden


6. Tag - Etappenziel Dresden erreicht

Die Landeshauptstadt von Sachsen liegt nur noch wenige Kilometer entfernt.

Normans abendliche Worte : "Das sind nur noch 34 km, das ist nicht mehr weit. Da können wir ausschlafen."

Nun denn.....

 

Der Morgen auf dem Stellplatz in Seußlitz beginnt noch trocken, aber lausig kalt und windig. Ein paar Grad über Null bei beißendem Ostwind laden nicht zum raus gehen ein.

Daher entschließen wir uns spontan doch noch für Einen Euro Landstrom anzuschließen und heißes Kaffeewasser mit dem Wasserkocher zu machen. Das Frühstück findet im Wohnmobil statt. Wirklich raus möchte keiner.

Aber einer muss ! Das bin nicht ich....

 

Glücklicherweise gibt es am Stellplatz sehr ordentliche Toiletten für 50 Cent. Sauber und warm.

 

Unser Zwischenziel liegt liegt etwa 20 km entfernt.

Nachdem ich den Camper aufgeräumt und fahrbereit habe, erkunde ich noch das Ufer der Elbe.

Sehr schön ist das man hier mit dem Auto überall direkt an den Fluß fahren darf. Alle Feld- und Wiesenwege sind offen. Mit dem Allrad kein Problem. Das nutze ich aus.

 

Es fängt an zu regnen! Dauerregen, der so schnell nicht mehr aufhören soll. Gegen Abend ein paar kurze Unterbrechungen. Dazu kalt und windig.

Am späten Nachmittag kommen wir in Dresden an. Ich stelle unseren Camper auf einen zentrumsnahen Stellplatz bei der Cityherberge. 15€ kostet der Stellplatz. Für zwei Euro darf man hier sogar im Hotel duschen. Das ist klasse. Es wurde Zeit.

 

Der Platz ist ziemlich voll und wir bekommen keinen Landstromanschluß mehr.

Die kurzen Strecken die ich täglich fahre reichen nicht um die 240Ah Bordbatterien voll zu laden. Die ständige Wolkendecke bringt kaum Solarstrom und die Verbraucher Heizung, Kühlschrank, Ladegeräte, Laptop und Licht laufen ständig.

Wir haben zwar einiges an Substanz in den Batterien. Aber es zehrt.

 

Norman läuft direkt in die Stadt und ich laufe ebenfalls mit Kamera und einer Daunenjacke für ihn dort hin. Wir treffen uns in einem Cafe zu Kaffee und Kuchen.

Weiter geht es ein paar schöne Bilder zu schießen. Frauenkirche, Semperoper usw.

 

Zurück am Bulli lassen uns wegen des Regens zwei leckere Burger ans Auto liefern - von Freddys Fresh Pizza - sehr lecker. Unser Abendbrot. Auf kochen draußen im Freien oder noch in die Stadt laufen zum essen, hat bei dem Sauwetter keiner von uns Beiden mehr Lust. Frisch geduscht schon gar nicht.

 

Noch kurz - zwei Stunden - Mails beantworten, telefonieren,  Bilder bearbeiten, Blog schreiben. Und schon ist der Tag schon wieder rum!  Ab in die Koje!

Ende Tag 6 , dem 15.Mai 2019

 


4. und 5. Tag - Von Petkus über den Tagebausee Schönborn bis Seußlitz an der Elbe

Inhalt:

  • Wie ich Brandenburg erlebe.
  • Übernachtung an einem Tagebausee - offroad
  • Führung durch das  Industriedenkmal Brikettfabrik Domsdorf  'Louise'

Die Zeit scheint stehen geblieben. Nicht überall, teilweise ist sie auch weiter gegangen. Leider ohne die Menschen, die dort einst arbeiteten und lebten. Kilometerlange verfallene Zäune seitlich der kleinen Landstraßen, die teilweise nicht für zwei Autos nebeneinander reichen. Entlang der wirklich großen militärischen Bereiche, die nicht betreten werden dürfen. 'Lebensgefahr' steht überall. Dies sind alles weitgehend ebene Kiefern- und Fichtenwälder.

Parallel zur Straße, einige Meter davon entfernt führen aufgefräste Sandstreifen. Ich vermute es sind Feuerbarrieren oder verminte Bereiche? Keine Ahnung. Teilweise ist der Anblick für mich skuril.

Außerhalb der großen Wälder sind gewaltige Flächen an Landwirdschaft. Einige Felder reichen gefühlt bis zum Horizont. Ich wurde mal schätzen 1 km oder mehr ?  Ein Traktor mit seiner Staubfahne hinten dran erscheint wie ein Spielzeugtrekker darauf.

Die Wiesen, auf den die Heuwender arbeiten oder frisches Gras für die Viehfarmen abtransportiert wird, sind ebenfalls riesig. Mehrere Traktoren mit dreiachisgen Heuwagen im Schlepp werden von mähdreschergroßen Rasenmähern beladen. Mein Bulli T4 ist neben so einem Anhänger vergleichsweise klein.

 

Und die Windräder! Es sind hunderte. Sie gehören inzwischen zu unserem Landschaftbild einfach dazu. Das ist der Preis dafür, dass der Kohleabbau hier fast nicht mehr existiert. Dazu später mehr.

 

Die vielen kleinen Ortschaften sind teilweise sehr schön grün und gepflegt, teilweise grau in grau und wenig ansprechend. Ein Café oder einen Bäcker sucht man vergeblich. Auch ein Geschäft gibt es meist nicht.

Die Menschen, die ich traf, waren sehr verhalten und zurückgezogen. Auch auf direkte Ansprache wurde selten reagiert. Nur ein Gespräch hat sich mir ergeben.

Die Straßen sind weitgehend leer. Ich finde die Ortschaften haben einen Charme von vergangener Zeit. Teilweise etwas bedrückend. Es ist schwer zu beschreiben. Es ist keine Energie vorhanden. Es steht. 

 

Brandenburg hätte touristisch viel zu bieten.  Es gibt viele schöne Seen. Sehr viele! Naturseen und vom Grundwasser aufgefüllte Tagebauwerke. Man kommt aber kaum dran. Einige schöne Radfernwege schlängeln sich durch die Wälder. Gut ausgebaut und ansprechend gemacht. Und es ist flach. Toll zu radeln.

Leider haben viele Gaststätten geschlossen, es mangelt an Einkehrmöglichkeiten unterwegs.

 

Mein Blog soll, wie bereits geschrieben, meine Wahrnehmungen beschreiben. So sehr ich es Brandenburg wünsche touristisch auf die Beine zu kommen und ich es streckenweise sehr schön finde, spüre ich auch den Bedarf  an positiver, innovativer Energie, der gefühlt fehlt.

 

Wenn der Soli, den wir bezahlen, dazu 100% beitragen würde dies zu fördern, zahle ich ihn gerne.

Die riesigen militärisch gesperrten Bereiche müssten entmilitarisiert werden und z.B. die Kasernen auch als Denk- und Mahnmal touristisch erschlossen werden, anstatt das sie verrotten oder abgerissen werden.

Denn hier ist unsere deutsche Geschichte teilweise noch zum Anfassen.

Unseren bisher schönsten Übernachtungsplatz hatten wir an einem mit Grundwasser gefüllten, ehemaligen Tagebauwerk.

Einen ruhigen, wilden Stellplatz für die Nacht zu finden, ist in dieser Region schwer.  Es mangelt nicht an Natur. Auch ist es sehr schön, dass viele Waldwege befahren werden dürfen.

Auf den gängigen Stellplatz-Apps sind allerdings sehr, sehr wenige Plätze eingetragen und die liegen meist 10er kilometerweit auseinander. Da wir möglichst dicht an der Laufstrecke vom Norman übernachten wollen, suche ich daher mit googlemaps schöne Orte aus und fahre sie an.

Da Wasser als Ressource immer gut ist, versuche ich Seen oder Flüsse zu finden.

Und so kam ich auf diesen tollen See bei Schönborn.

Von der Landstraße ab geht es über einen Bahnübergang und dann auf einer Piste etwa 2 km offroad durch teils dichten Bewuchs an den See.

So macht uns das Spaß und Freude - mitten in der Natur. Man kann die Schiebetür von Bulli nachts offen lassen, denn da  kommt sicher kein Bösewicht. Rehe und Wildschweine waren in der späten Dämmerung dicht am Auto. Das war deutlich zu hören.

Mein Besuch der ehemaligen Brikettfabrik in Domsdorf mit dem Namen 'Louise'. Glückauf !

Um es vorweg zu nehmen. Ich war der einzige Besucher und Teilnehmer der Führung. In den letzten Jahren sank die Besucherzahl beständig. Auch das Personal wird ständig reduziert. Von drei auf bald zwei Mitarbeiter.

Das finde ich sehr traurig!

Denn dieses Denkmal ist es wert erhalten zu bleiben. Im Jahr 1991 wurden - bis auf eine Ausnahme, die 'Schwarze Pumpe'  - alle Fabriken geschlossen. Es waren einmal 35 Fabriken in der Region. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Alle anderen Fabriken wurden abgerissen und dank einer Initiative wurde diese Farbrik gerettet und 1992 zum Industriedenkmal ernannt. 14 Maschinen können heute noch in Betrieb gesetzt werden. Allerdings nun mit E-Motoren und nicht mehr mit Braunkohledampf.

Als einziger Gast der Führung hatte ich natürlich alle Aufmerksamkeit und konnte in einem schönen Dialog vieles erfragen.

Diese Fabrik gehörte zur VEB (Volks Eigener Betrieb) Lauchhammer und belieferte die Haushalte der Umgebung. Andere Fabriken exportierten nach Westberlin.  Die Fabrik war insgesamt 109 Jahre in Betrieb und ist zu 98% erhalten.

Sie lief bis 1991 im Dampfkesselbetrieb und wurde mit der nassen Braunkohle aus dem Tagebau der Region befeuert.

Die restliche Kohle wurde getrocknet (auf 20% Restfeuchte) und zu REKORD Briketts gepresst.

Die zahlreichen Tagebauten und einige Tiefbauten sind heute mit Wasser gefüllt. Leider häufig nicht angedichtet worden. Daher sind die Gewääser biologisch nahezu tot.

Die Kohle wurde in Loren und auf Schienen direkt an die Fabriken befördert. Die körperlich extrem schwere Arbeit wurde im 8 Stunden Schichtbetrieb ausgeführt. Im Heizwerk betrug die Raumtemperatur um die 70 Grad Celsius, während die Arbeiter mit den Füßen im Wasser stehen mussten, wegen der expolosionsgefahr des Kohlestaubes in der Luft. Da fällt mir doch das Thema Feinstaub ein... :-)

In den anderen Bereichen der Fabrik bei etwa 50 Grad.

 

Ich durfte noch viel über Heizungen, dem Mangel an Strom und die harten Wintern der 80er Jahre erfahren. Die Abläufe im Betrieb und die einzelnen Antriebs- und Produktionsstufen erleben. Wie die Trocknungsanlagen gewartet wurden und auch zahlreiche Begriffe der hiesigen Kohleindustrie.

Zahlreiche Maschinen wurden in Gang gesetzt und im Detail erklärt. Ich muss dazu sagen, das ich mich dafür begeistere und dies der Führer auch gemerkt hat.

 

Ich möchte auch hier nochmal meine persönliche Meinung betonen. Ich halte es für sehr wichtg, dass wir Deutschen unsere Geschichte wert schätzen sollten. Und auch die der DDR und andere Zeitepochen. Anstelle alles abzureissen diese zu schützen und zugänglich zu machen. Was bringt es unseren Kindern und Kindeskindern, wenn sie unsere Geschichte nur noch schwarz auf weiß den Büchern lesen sollen, sie aber nicht mehr zum Anfassen vorhanden ist.

 

Wer sich für Techink und Geschichte interessiert, sollte diese Fabrik besuchen !

https://www.brikettfabrik-louise.de/

Das war der 4. und 5. Tag unserer Reise.


3. Tag - von Berlin- Schönefeld ins beschauliche Örtchen Petkus

Inhalt:

  • Immer noch auf der Suche nach einem Rhythmus
  • Die erste lange Etappe für Norman
  • Ein scheinbar unendliches Militärgelände und Naturschutzgebiet

 

Einige Kilometer südlich von Schönefeld wird es ländlich. Ackerlandschaften mit aktuell noch grünem Getreideanbau wechseln sich mit trockenen Kiefernwäldern ab. Der Boden ist sandig. Die schmalen Landstraßen sind von unendlichen Alleen älterer, in kräftig hellem grün des Frühlings leuchtenden Bäumen gesäumt. Manchmal läuft ein gut ausgebauter Radweg parallel. Und manchmal begegnet man dort auch unserem Marathonläufer - Norman - in einer auffälligen blauen Jacke.

 

Einige Naturseen prägen die Landschaft, welche teilweise mit Kanälen verbunden sind.

 

Vor allem die größeren sind stark verbaut und es ist schwer einen Zugang zum Ufer zu finden. 

 

Am Mellensee fand ich dann doch eine schöne Freizeitfläche, auf der ich die nassen Sachen vom Starttag trocknen konnte. Die riesige Fahne, nur diesmal ohne Zuschauer, fand Ihren Trocknungsplatz.

 

Endlich hatte ich Zeit die Fotos von der Kamera zu laden, zu sortieren und zu bearbeiten. Den ersten Blogeintrag zu schreiben. Und dann kam auch schon Norman angelaufen.

 

Es war Sonntag und er erzählte es war sehr ruhig überall.

  

Da ich mich mit dem Essen etwas zurück halten möchte (um mangels Bewegung nicht an Gewicht zuzulegen), aß Norman alleine sein Müsli und Obst. 

 

Ein paar Jungs - Teenager - kamen zum bolzen auf den Platz. "Zielgruppe" sagte Norman. Ich nickte.

 

Mit welchen Worten können wir die ansprechen, welche Worte sind die richtigen um das Anliegen von 7CONTINENTS an die jungen Leute - während sie kicken  zu transportieren und Ihr Interesse zu wecken?

 

Nachdem Norman wieder auf seine Strecke ging blieb ich noch stehen. Auch ich überwand mich mitten auf der Wiese alleine mein vorgenommenes Fitnessprogramm zu machen. In einer Gruppe würde mir da leichter fallen, als alleine, exponiert auf einem Platz und andere Leute schauen zu.

 

Diesbezüglich werde ich mich in die Pflicht nehmen müssen. Denn 8 Wochen ohne Sport geht gar nicht.

 

So reisen wir hier zusammen und haben doch einen so verschiedenen Alltag.

 

Für teuer Geld hatte ich an einer Tankstelle die Trinkwasservorräte aufgestockt. Getankt hatte ich schon gestern. 8,5l/100km ist okay für so einen alten T4 syncro.

 

Rhythmus bekommen und Routine in bestimmte Abläufe bekommen. Das läuft noch gar nicht rund.

 

Was müssen wir einkaufen? Wann machen wir die Planung für den nächsten Tag, wo wir uns treffen ?

 

Wann mache ich meine Blog, Soziale Medien ?

 

Ich denke dies wird sich in den kommenden Tagen alles einspielen.

 

Ich fuhr  Norman wieder an den Ort, wo er gestern Abend aufgehört hatte. Noch kurz etwas in die Insta Story posten. Ganz wichtig ! Der Regieplan sieht das so vor und es ist in der heutigen Welt mit einem solchen Projekt extrem wichtig digital präsent zu sein. auch das ist Teil unseres Rhythmuses.

 

Ich soll je Woche einige hochwertige Bilder für den Feed machen und nach Stuttgart übermitteln. Zumindest während der ersten Wochen während wir noch keinen Profifotografen mit bei haben.

 

Die muss ich natürlich auch schießen. Also ab auf die Strecke - Norman suchen - anhalten - fotografieren - kontrollieren - Nichts geworden - wieder überholen - wieder fotografieren - usw.

 

Dann weiter Stellplatz suchen für die nächste Nacht. Wenn meine vier Apps - parkfornight, IOverlander, Campercontacte und Stayfree - nichts ausspucken - so wie heute - dann geht es an die manuelle Suche. Ziel ist möglichst direkt oder dicht an der geplanten Laufstrecke zu sein und dann noch den Tageskilometerplan von Norman einzuhalten. Das ist teilweise sehr schwer.

 

Googlemaps Satellitenbild: Grillplätze, Sportplätze, Friedhöfe, Wildparks, See, usw.  suchen, recherchieren. Ggf. die Webseiten anschauen ob es erlaubt ist, kostenfrei oder andere Kriterien erfüllt werden.

 

Direkt an unserem vereinbarten Zielort für heute, in Petkus hatte ich dann doch Glück. Manchmal muss man nicht so weit schauen. Zufällig traf ich noch den oder einen Vorstand und fragte ihn ob wir hier stehen belieben dürfen. "Kein Problem" sagte er und ich bekam auch gleich noch einen Zugang zum Trinkwasser genannt.

 

Nach etwa 50 km Laufdistanz kam Norman um die Ecke. Ich hatte einen Instagram-Story-Post vorbereitet. Live und authentisch - das wollen wir sein.

 

"Ein bisschen merkt er die Beine schon", sagte er und der eine Oberschenkel zwackt ein wenig.

 

Spontan entschieden wir uns im Gegenüberliegenden Familenund Freizeithotel eine leckeren Burger mit Pommes zu essen und vor allem seine Energiespeicher wieder aufzufüllen.

 

Streching, verschiedene Cremes und Flüssigkeiten wurden aufgetragen und im Camper roch es wieder sehr angenehm.

 

Heute ging es über viele Kilometer durch ehemaliges Militärgelände. Deshalb gibt es hier auch keine Stellplätze für Wohnmobillisten.

 

Vorteil für die Natur : Hier darf niemand rein! Weite Naturschutzgebiete erstrecken sich durch die Region.  Es ist kaum menschengemachter Lärm zu vernehmen.

 Es ist schön!

 

Für mich beeindruckend das wir noch solch große Gegenden haben, welche den Schildern nach zu urteilen,  nicht sicher zu begehen sind.

 

Ende Tag 3.


2. Tag - Unser Start in Berlin

 

Inhalt :

  • Rhythmus
  • Vorbereitung
  • Start in Berlin
  • Unsere erste Übernachtung

 

Warum fange ich mit dem Rhythmus an?

 

Ich sehe in der Entwicklung eines Rhythmuses für mich aktuell die größte Herausforderung. Und ich habe mir vorgenommen, in diesem Blog über meine Erfahrungen während diese Reise zu schreiben, was mich bewegt und was ich so erlebe und wahrnehme. Es soll ja kein keine journalistische Berichterstattung über Norman seinen Lauf geben, wobei natürlich der Lauf natürlich eine wesentliche Rolle spielen wird. Davon gehe ich einmal aus. 

 

Ich hatte mir vorgenommen meinen Blog auch abends zu schreiben. Mit Bildbearbeitung und Texten gehen da mal locker vier Stunden bei drauf.

 

Bereits am ersten Abend habe ich gemerkt das mir die essentiellen Gespräche mit Norman allerdings wichtiger sind. Nebenbei kochen wir essen und erzählen einfach sehr , sehr viel.

 

Zudem habe ich viele Aufgaben: Lebensmittel einkaufen, telefonieren, organisieren. Stellplätze für Mittag und abends suchen, ggf. hin fahren, anschauen, mit Norman kommunizieren ob dies machbar ist. Ob er hin laufen kann bzw. will oder ob zu weit vom Weg ab liegt.

 

Da gehen locker ein paar Stunden bei drauf.

 

Auch möchte ich selbst Land und Leute und die Besonderheiten der Regionen kennen lernen, wahrnehmen und fotografieren.

 

Ein paar Fotos während Norman läuft möchte ich auch noch machen.

 

Mein eigenes Sport- und Gymnastikprogramm braucht auch Platz und ist wichtig. Im Bulli drin ist dies nicht möglich.

 

Und für all dies brauche ich, brauchen wir einen Rhythmus, der aber flexibel auf Norman anpassbar ist.

 

Das ist meine aktuelle Aufgabe

 

Unsere unmittelbare Vorbereitung auf den großen Tag dieses grossen, siebenjährigen Projektes, fand in einer Pension in südlichen Berlin statt. Zu unserem Team gehören auch Marc und Oli von TUBE Moments, welche maßgeblich für die strategische Plaunng des gesamten Projektes, Film und Medien mitverantwortlich sind. Aufgrund verschiedener Umstände kamen die beiden erst recht spät an. Norman und und lagen schon ein paar Minuten im Bett. Um ehrlich zu sein war es etwa 1 Minute. ;-)

Ein wenig besprchen wir somit noch an diesem Abend und den Rest am kommenden morgen.

Norman und ich wurden von Sophie abgeholt. Sie fuhr uns und das ganze Material - Flyer, eine riesiege Fahne und anderen Zeugs - mit dem Auto direkt in die Stadt. Mein Bulli blieb wegen nicht vorhandener grüner Plakette außerhalb der Umweltzone stehen.

Marc und Oli fuhren vorab wieder mit der S-Bahn und wir trafen uns alle am Pariser Platz am Brandenburger Tor.

Gemeinsam mit einigen Helfern vor Ort und mit Unterstützung der Sparkasse richteten wir alles ein.

Wir schauten nach einer guten Position für die Fahne, ein Soundcheck wurde gemacht usw. usw.

Ab kurz nach drei Uhr trafen die ersten Zuschauer zum Vortrag ein. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Norman - viele der Zuschauer kannte er persönlich - stellte er da Projekt ab etwa 14 Uhr vor.

Nach einem kleinen Imbiß trugen dann die Jugendliche die 10 x 7 m große Fahne runter auf den Vorplatz und breiteteten dies bei nun leichtem Regen aus.

Inzwischen wat auch meine Tochter Theresa eingetroffen, um deren Besuch ich mich sehr freute. Sie lebt in Berlin und hatten wir nur seltene Gelegenheit uns zu sehen.

 

Beim Start des Laufes unter dem Brandenburger Tor liefen einige Menschen mit. Ein Jugendlicher - Felix - lief fast 2 km mit Norman mit. Das erzählte mir Norman noch am Abend.

 

Zusammen mit meiner Tochter räumten wir den Raum auf. Anschließend setzten wir uns noch gut eine Stunde in ein Kaffee und erzählten ausgiebig. Beinahe hätte ich die Zeit vergessen ....

 

Oli und Marc kamen zufällig auch noch am Café vorbei uns erinnerten uns, das es Zeit wurde aufzubrechen.

 

Meine Tochter suchte mir noch die passende U- und S-Bahn Verbindung heraus, begleitete mich noch ein Stück. Dann fuhr ich gut 45 Minuten bis zur Günbergallee den Camper holen.

 

Noch Norman antelefonieren und zum geplanten Stellplatz für die kommende Nacht fahren. Es passte alles sehr gut. Es regnet inzwischen kontinuierlich und es wurde recht kalt.

 

Da unser Stellplatz doch fast 11 km seitlich geplanten Laufstrecke lag, holte ich Norman ab und fuhr ihn morgens wieder dorthin zurück.

 

 

Wir hatten einen wirklich schönen Stellplatz in der Nähe von zwei kleinen See südlich Berlin.

 

Die Standheizung lief den Abend durch, denn es war wirklich ungemütlich kalt. Auf dem Benzinkocher kochten wir Pasta mit Pesto und zur Feier des großen, gelungenen Tages gab eine Flasche guten trockenen, Pfälzer Dornfelder - vom Netto.

 

Ein anfangs lauter und anstrengender Tag ging so mit viel Ruhe zu Ende. 

 

Norman und ich können uns toll und essentiell unterhalten. Üben uns im bewertungsfreien Kommunizieren, was wir allerdings beide schon sehr gut können. Das macht mir viel Spaß und ich denke das wir eine gute Basis haben die kommenden Wochen gut miteinander auszukommen.

 

 

 

Ende Tag 2


1. Tag - Unsere Fahrt von Karlsruhe - Waldbronn nach Berlin

Heute ging es los !

Ich übernachtete vorsorglich wegen das tägliches Staus auf der Rheinbrücke bei Karlsruhe auf dem Wohnmobilstellplatz in Ettlingen.

Pünklich um 7 Uhr kam ich bei Norman und seiner Familie in Waldbronn an und wir luden seine Ausrüstung und viel Werbematerial in den Bulli.

 

Nach der emotionalen Verabschiedung von seiner Frau und seiner kleinen Tochter ging es dann los auf die Autobahn.

 

Den kleine leckeren Kuchen auf dem Bild, wird es noch heute abend bei uns geben. Er wurde von Norman's Frauen  für uns gebacken.

Knapp 700 km lagen bis zur Hauptstadt vor uns. Mit zwei kurzen Pausen kamen wir an.

Da wir morgen erst gegen 16 Uhr in Berlin los kommen werden - so geplant - haben wir uns schon einen Stellplatz für die kommende Nacht an einem schönen See südlich Berlin besichtigt.

 

Marc und Oli , die für die Konzeption, Planung und Strategie des Projektes zusändig sein, kamen mit dem Flieger von Stuttagart eingeflogen.

Sie sind morgen beim Start mit dabei. Sie werden später im verlauf der Tour nochmals eine Woche mit uns reisen.

 

Heute nacht sind wir zu viert in einer Pension in Schönberg. Dies ist wohl in einer alten Kaserne und hat einen gewissen Charm.

 

 Wir freuen uns auf morgen und hoffen auf schönes Wetter für unseren Start.

Ende 1. Tag