Stammtisch vom 25. Januar 2020

Trekking, Outdoor und Survival Themenabend

Unser Themenabend Outdoor, Bushcraft und Survival am 25.1.'20 war leider nicht so gut besucht, wie erwartet. Trotz insgesamt vier Teilnehmerzusagen ist dann nur Einer gekommen.

Aber so ist das manchmal.

 

Das Wetter war nebelig und nasskalt um den Gefrierpunkt. Die Wasserflächen wurden von einer dünnen Eisschicht überzogen.

 

Am Nachmittag traf Joachim mit seinem Transporter ein und nach einigem Abwägen entschieden wir uns „oben ohne“, also ohne Tarp oder Zelt draußen zu schlafen.

 

 

 

So richteten wir unser Lager. Joachim versuchte es direkt auf dem Boden mit Isomatte, Schlafsack und Decke und ich bereitete mein lager auf den vier Strohballen, die ich normal zum Bogen schießen habe. Aber eben ohne Isomatte direkt auf Stroh. Dazu später mehr.

 

Da wir nur zu Zweit waren, ging es ruhig zu. Wir starteten einige kleine Projekte. Vom Wildschwein des Silvestertreffens war noch Gulasch übrig, welches aber sehr fettig war. So Schnitt ich dieses Fett ab und bereitete mir das Gulasch mit viel Zwiebeln im Bräter zu.

 

Das Fett ließ ich in einem kleinen Topf aus bis es flüssig wurde und mischte es mit Getreide, in der Hoffnung das die Vögel dies fressen. Mal abwarten, ob sie es wirklich mögen.

 

Eine weitere Variante der Fettnutzung ist der Fackelbau. Einen etwa 1 cm breiten und 20 cm langen Streifen von einem Frotteehandtuch knotete ich an einen frischen Zweig und tränkte diesen dann im Fett.

Nach dem Abkühlen der Funktionstest. Das kleine Stück brennt etwa 5 Minuten.

 

Ebenfalls bauten wir eine Schweden-Fackel. Also ein Stück Fichtenstamm, welches von oben kreuzförmig eingesägt wird. An der Basis kommt noch ein Belüftungsloch rein und alles wird mit Harz und dünnen Fichtenzweigen gestopft. Aber nicht zu dicht.

 

 

Auch diese brannte nicht wirklich gut, da es etwas zu Feucht war.

Gegen Mitternacht ging es in die Schlafsäcke. Schwerer, triefend nasser Nebel hing in der Luft, so die feinen Nebeltropfen im Gesicht zu spüren waren. In meinem Schlafsack war es sehr warm, fast zu warm, weshalb ich diesen nicht vollkommen schloss.

 

Die Isolation durch das Stroh war hervorragend, ähnlich einer guten Isomatte. Der starke Nebel ließ das Wasser von den Ästen der Bäume tropfen.

 

Ich entschloss mich zu schauen, ob ich ohne Tarp die Grenzen des Schlafsackes erreichen würde. Daher ließ ich es tropfen und die Kunstfaser-Penntüte war äußerlich sehr durchweicht. Allerdings ging es nicht durch und es war kein Wärmeverlust zu verspüren.

 

Ich schlief nicht gut. Gefühlt hatte ich keine Tiefschlafphase und stand gegen 9 Uhr auf. Joachim hatte schon Feuer gemacht und nach einem Kaffee ging es mir etwas besser.

 

Es war ein schöner Themenabend in kleinem Kreis.