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Drei Tage wandern im Bienwald

Ein geheimnisvoller Wald.

Der Bienwald ist ein etwa 25 × 10 km großes Waldgebiet in der Südpfalz, welches mit einigen Besonderheiten aufzuwarten weis.

 

Er liegt auf einem Schwemmfächer der vom Pfälzerwald zum Rhein hin entwässernden Bäche und künstliche Gräben.

 

Etwa in der Mitte liegt die Ortschaft Büchelberg, welche etwa auf der Grenze zwischen dem trockenen östlichen Teil und dem nassen westlichen teil auf einer Anhöhe liegt. Ursache ist eine unterirdische tertiäre Scholle, welche wie ein unterirdischer Staudamm fungiert.

 

 

Von Nordwesten her durchschneidet der ehemalige Westwall mit ursprünglich etwa 300 Bunkern den Wald. Zahlreiche Ruinen sind noch zu erkennen.

Im Kerngebiet gibt es zwei Reservate, in welchen seit 2007 keine menschlichen Eingriffe mehr vorgenommen wurden. 

 


Motivation

Meinen Wunsch den Bienwald der länge nach und am Stück zu durchwandern, hege ich schon seit langer Zeit. Die Corona Krise und meine dadurch bedingte freie Zeit gab mir nun die Möglichkeit dies umzusetzen.

 

Ausrüstung

Auf meinen langen Trekking Touren die meist autark über mehrer Tage oder Wochen gingen, laufe ich meist mit schwerem und sehr robusten Gepäck, und dementsprechend mit hohen Rucksack-Gewicht.

 

Den Impuls mich mit dem Thema Ultraleicht (UL) zu befassen, bekam ich vor einigen Wochen von einem Bekannten. Schnell wurde mir klar das ich das extreme UL (aktuell) nicht machen möchte, da einige Aspekte wie z.B. eine gute Tarnung oder eine gewisser , wenn auch minimalistischer Komfort, sein sollen.

 

Allerdings lässt die Technologie immer leichterer Stoffe und Ausrüstung, sowie der Ansatz einen Gegenstand möglichst vielseitig einsetzen zu können viele zu. Manchmal sind die günstigsten Dinge wie z.B. eine Zip-Tüte oder eine einfache PE-Wasserflasche besser als teure Ausrüstung.

 

Eine Sitzunterlage aus Sonnenschutzfolie dient gleichzeitig zum warm halten einer Mahlzeit, da ich mir diese als Tüte gebastelt habe.

Das Gestell des Kochers ist aus Federdraht selbst gebogen und ein normaler, grüner Poncho dient al Regenschutz, Rucksacküberzug, zum sammeln von Laub und als Unterlage im Tarp.

 

Meine aktuelle Ausrüstung für diese Tour ist also eine leichte, aber keine ultraleichte Ausrüstung.

 

Meine Basisausrüstung wiegt 9,5 kg, darunter die BIG4 : 4,8 kg.  Hinzu kommen Kameraausrüstung 2,5 kg, Essen 2 kg, Wasser 1,5 kg, Karte. 

Temperaturbericht: 5 bis 20 Grad und regnerisch.

 

Navigation

Ich navigiere nur mit Karte, einer mechanischen Armbanduhr (mit Zeigern) und der Sonne bzw. dem Schatten.

 

Ich habe keinen Plan eine spezielle Route zu laufen, sondern zuerst nach Westen, dann nach Süd-Ost, und dann wieder nach Norden.

Als zusätzliche Orientierungspunkte habe ich zahlreiche Punkte auf der Topografischen Karte des Landesvermessungsamtes im Maßstab 1:50.000. Also Wegmarkierungen, Naturdenkmäler, Wegnamen, Hochspannungsleitungen, Seen (mit Schild), Bachläufe (mit Beschriftung, markierte Wanderwege, markante Weg-Kreuzungen, Straßen (K, L und B) usw. Also an sich ganz leicht.

 

Warum Tarp? Wildes zelten ist in Deutschland, wie die meisten Aktivitäten abseits der Wege im Wald, verboten. Mich im Wald unter einen Baum zu legen und ein Bett aus Laub (im Poncho) zu fertigen, ist eine Grauzone. Für den Fall das es regnen sollte, habe ich ein unauffälliges Tarp dabei, welches ich bei Bedarf über mich spanne.

 

Ich höre zwar immer mal wieder von behördlicher Seite „Wenn das alle machen würden…„ Nun ja. Das ist natürlich ein Totschlag-Argument. Ich gehe mal davon aus das die wenigsten Menschen es schön finden sich bei Regenwetter in Laub einzugraben, das braune Wasser aus dem Bach trinken und sich von Moskitos piesacken zu lassen.

 

 

Text folgt in Kürze

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Ende - Bis zur nächsten Tour

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