Spontane Radreise gen Norden

Vorbereitung

Mein Reiserad 2020
Mein Reiserad 2020

13. Juli 2020.

Nachdem mein Roadtrip nach Russland aufgrund der Corona Krise nicht statt finden kann, brauche ich ein Alternativ-Abenteuer. 

 

Denn eines meiner persönlichen "big five" lautet: "Mindestens ein Abenteuer im Jahr!"

 

Auch eine geplante Radtour in Namibia konnte vor einigen Jahren nicht statt finden. Aber das eigens dafür aufgebaute 

Reiserad steht nur selten benutzt herum. 

 

Eigentlich müssen nur ein paar kleinere Änderungen und Umbauten vorgenommen werden. Ein paar kleinere Testtouren  und dann kann es auch schon los gehen. Theoretisch!

 

 

Meine Ausrüstung im Wandel der Zeit

 

Der technische Fortschritt mit immer leichteren Materialien lässt viele leichter werden. Allerdings muss ich auch erst Vertrauen dazu finden. Denn mein Glaubenssatz "Nur was schwer und dick ist kann was taugen" begrenzt mich dann doch hier oder da. So geht es erstmals mit einen Ultralight (UL) / Zelt, Isomatte usw. auf Tour. 

 

Kann eine Zeltwand die kaum dicker ist als eine Damen-Strumpfhose dem Wetter wirklich stand halten. 

 

Die moderne Navigation per Smartphone spart auch das lästige nachkaufen von Karten, Unterhaltung fuer die einsamen Abende ist auch da. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so gut, mich von mir selbst ablenken zu koennen. 

 

Doch neue Herausforderungen gilt es zu lösen. Strom !  

Berichterstattung im Blog und in den socialen Medien mit Kamera und Tablet. 

 

Alles braucht Strom. Welche Möglichkeiten habe ich. Nabendynamo, Solarzellen für unterwegs. Leistungsstarke Netzadapter, Powerbanks und Ersatzakkus für die Kamera.

 

Auch das bringt Gewicht, Volumen und die Notwendigkeit einer absolut wasserdichten Verpackung.


Ausrüstung vorbeugen.
Ausrüstung vorbeugen.

21. Juli 2020: Morgen soll sie nun beginnen. 

Vor über 20 Jahren habe ich meine letzte große Radreise gemacht, als ich von Wörth aus über die Britische Inseln nach Nordschweden zu meinem Arbeitsplatz als Wildnisführer geradelt bin. 

Damals ohne Smartphone, ohne Handy, ohne digitale Navigation oder irgendwelchen Notfall-Transmittern. 

Nein. Mit Karten und geübtem Orientierungssinn. Mit Kompetenz, Neugierde und  der Bereitschaft mich den Ungeplanten und Unvorhersehbarem zu stellen. 

 

 

 

Ist das vielleicht auch ein Teil des Generationen-Wechseln? 

Mein Eindruck aus zahlreichen Gesprächen, Berichten und Planungen für zukünftige Touren ist, das fast niemand mehr bereit ist ohne die Sicherheit der digitalen Möglichkeiten auf reisen zu gehen. 

Nicht nur weil diese Möglichkeiten eben gibt, auch weil die jüngere Generation damit aufgewachsen ist. 

 

Die Generationen vor MIR, sind in unbekannte Gebiete dieser Erde aufgebrochen, ohne das sie diese kannten oder es Karten davon gab. Noch viel mehr Ungewissheit als in meinen jungen Jahren. Aber vielleicht mit viel mehr Kompetenz und Leidensfähigkeit, als ich es mit Mitte Zwanzig hatte. Und viel mehr Wagemut das eigene Leben zu riskieren.